Walter J. Schütz (Hannover): Sozialdemokratische Zeitungen: Statistik der Marktveränderungen 1945 und 2004

 

An 51 Zeitungen war die SPD seit 1945 direkt oder indirekt beteiligt. Dabei lassen sich drei Phasen unterschieden: zunächst der Besitz parteieigener Blätter, die dann fast alle wieder eingestellt werden mussten, und schließlich unter weitgehendem Verzicht auf publizistische Interessen die Beteiligung der SPD-eigenen Deutschen Druck- und Verlags-GmbH DDVG an nicht parteigebundenen lokalen und regionalen Titeln in wirtschaftlich erfolgreicher Allein- oder Erstanbieterposition. Da es sich dabei meist um Minderheitsbeteiligungen handelt, ist der politische Einfluss der SPD auf diese Zeitungen eher marginal. Unabhängig von ihrer verlegerischen Einbindung sind nur noch drei Zeitungen in ihrer Grundrichtung als sozialdemokratisch anzusehen.

 

The Social-Democratic Party of Germany (SPD) has directly or indirectly held shares of 51 newspapers since 1945. Three phases can be distinguished: first the ownership of party papers, then their closing down (almost all of them), and finally holding shares – via the Deutsche Druck- und Verlags-GmbH (DDVG), a SPD-owned company – of local or regional papers in economically promising monopoly or dominant positions. As the party in most cases holds minority shares only, the political influence of the SPD on these papers is marginal at best. Independent of their ownership structures, not more than three German newspapers can today be considered as basically social-democratic in their stance.

 

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