Norman Sieroka /ZŸrich) and Hans GŸnter Dosch
(Heidelberg): LeibnizÕs Perceptions Insensibles and Modern Neurophysiology
Nach Leibniz
sind es die Summe und das Zusammenspiel der, wie er sie nennt, perceptions insensibles
(nicht-wahrnehmbare Perzeptionen), die die (wahrnehmbaren) Perzeptionen begrŸnden.
Nicht-wahrnehmbare Perzeptionen bilden fŸr ihn eine Voraussetzung fŸr bewusste
ZustŠnde und sind konstitutiv fŸr menschliche Individuen. Mit Blick auf die
gegenwŠrtige Neurowissenschaft argumentieren wir dafŸr, dass neuronale
HirnaktivitŠten als die physikalischen Analoga im Sinne Leibnizens solcher
nicht-wahrnehmbaren Perzeptionen interpretiert werden kšnnen. Ergebnisse
neurophysiologischer Forschung, denen zufolge bestimmte HirnaktivitŠten
bewussten (wiederabrufbaren) ZustŠnden zeitlich vorausgehen, wŠren
dementsprechend klarerweise zu erwarten. Aus diesen und anderen GrŸnden halten
wir den LeibnizÕschen Ansatz fŸr eine nŸtzliche und wertvolle Grundlage, um
neurophysiologische Ergebnisse in einem Rahmen diskutieren und beurteilen zu kšnnen,
der Ÿber den rein innerphysiologischen hinausgeht.
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