Michel
Fichant (Paris): Leibniz et les machines de la nature
Das Konzept der Naturmaschine
ist durch Leibniz 1695 in seinem Système nouveau de la nature et de
la communication des substances
eingeführt worden. Es liefert die Realdefinition des organischen
Körpers und gibt ein Unterscheidungskriterium zwischen Körpern, die
organisch sind, und solchen, die es nicht sind, an: die Zerlegung ins
Unendliche der Maschine in andere Maschinen, ohne dass man ein Ende
erhält, das nicht selbst Maschine wäre. Diese Struktur der
Verschachtelung entspricht derjenigen, die der materia secunda,
wie Leibniz sie nennt, eine Form verleiht. Sie kann ebenso als Aggregat
betrachtet werden, das aus einer Unendlichkeit von Monaden resultiert, als auch
als ein Aggregat, das bis ins Unendliche körperliche Substanzen ineinander
enthält. So erlaubt die Naturmaschine die Positivität zu
unterstützen, die der Begriff der körperlichen Substanz in den Augen
von Leibniz stets behalten hat, auch in den letzten Entwicklungen der
monadologischen Ontologie, die man nicht auf eine idealistische These
reduzieren kann.