Marine Picon (Paris): Vers la doctrine de l’entendement en abrégé: éléments pour une généalogie des Meditationes de cognitione, veritate, et ideis

 

 

Eine fortlaufende Kommentierung der ersten drei Abschnitte der Meditationes de cognitione, veritate, et ideis (1684) läßt erkennen, dass Leibniz hier die Einsichten zur Begrifflichkeit neu ordnet, die er im Anschluss an seinen Aufenthalt in Paris (1672-1676) erlangt hatte. Die Intention zeigt sich polemisch in der Art, wie Leibniz eine Typologie der zunächst vorgestellten Begriffe mit einer kritischen Theorie der Idee verzahnt. Beim Versuch, diese Verzahnung zu verstehen, gelangt man zu der Einsicht, dass thematisch die Idee und ihre Anschauung, wie wir ihnen in den ersten Schriften des reifen Leibniz begegnen, lediglich begriffliche Artefakte sind, auf die er aus seinem kritischen Verhältnis zum Cartesianismus heraus zurückgreift, nicht hingegen Fundament seiner Erkenntnistheorie, für die sie keine Rolle spielen.

 

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