Paul Rateau
(Strasbourg): L’amour: identité et expression
Durch eine doppelte Bewegung
ausgelöst, die zentrifugal sich auf den Anderen (Nächster,
Gesellschaft, Republik der Geister, Gott), zentripetal auf sich selbst
zurück ausrichtet und durch die der Liebende dann das Geliebte als eigene
Glückseligkeit erfährt, stellt die Liebe im übergreifenden System
der Verbindung der Substanzen keine leicht zu erfassende Beziehung dar. Das
Gute des Geliebten gestaltet sich zum Gut des Liebenden, und so wird die aufrichtige
und reine Liebe, gemeinsame Erfahrung
von Glückseligkeit wie Handeln zum Wohl des Anderen, entgegen jeglicher
Idee von Vereinigung oder Auflösung in Gott als eine Verbindung
vorgestellt, in der kein Teil in einem anderen verschwinden oder sich damit
vermengen kann (Identität) und in der vielmehr der Geist seine
höchstmögliche Vollkommenheit und Einzigartigkeit erlangt.