Ricardo
Parellada: Leibniz, Kant, the Transcendental Ideality of Space and Modern Geometry
Kants Argument zugunsten der
Idealität und Subjektivität des Raumes stellt eine Erklärung dar
für die Möglichkeit, Geometrie für die Kenntnis der Natur
anzuwenden. Gemäß dem transzendentalen Idealismus können
geometrische Sätze, die notwendig und a priori sind, auf empirische Objekte angewendet werden, weil
der Raum auf das Subjekt zurückgeht. Kant entwickelte seine Konzeption des
synthetischen Charakters der Geometrie im Gegensatz zu Leibniz’
analytischer Auffassung, aber der Verfasser argumentiert, dass die
Einführung nicht-euklidischer geometrischer Strukturen eher Leibniz’
als Kants geometrischer Konzeption entspricht. Der Verfasser behauptet weiter,
dass Kants Theorie nach Einführung des Begriffs des physikalischen Feldes
und der Anwendung nicht-euklidischer Raumstrukturen in der
Relativitätstheorie vollkommen unhaltbar wird. Gegenwärtig kann nicht
behauptet werden, dass ein euklidischer Raum, von dem wir sicherlich ein a
priori Wissen haben, gleichzeitig die
Struktur eines physikalischen Raumes bietet. Zudem widerlegt diese
Schlussfolgerung Kants Theorie des Raumes als eine a priori Form menschlicher Anschauung.
Ø
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