T. A. Hall: Rule inversion
in a regional variety of Bavarian German
Gegenstand dieses Beitrages ist die Regelinversion in dem sŸdbairischen
Dialekt von Imst. In der ersten historischen Stufe unterlag der dorsale
Frikativ [x] einem historischen Prozess der Debukkalisierung zu [h]. Als
Konsequenz dieses Lautwandels entstanden zahreiche Alternationen zwischen [h]
und [x], die als synchrone Regel (/x/ ¨ [h]É) analysiert wurden. Es
wird gezeigt, dass diese [h] ~ [x] Alternationen in einer spŠteren
Stufe desselben Dialektes mit der umgekehrten synchronen Regel (/h/ ¨ [x]É) analysiert werden
mussten. Dieses Beispiel ist von Bedeutung, weil es gegen die These von McCarthy (1991) spricht, der behauptet,
dass es keine klaren Beispiele fŸr Regelinversion gibt. Es wird au§erdem
gezeigt, dass die umgekehrte synchrone Regel /h/ ¨ [x]É eine KuriositŠt darstellt,
weil sie sonst in den Sprachen der Welt nicht attestiert zu sein scheint.
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