Karlheinz Stierle: LŽgendes
de lÕamour absolu
Remembrance et Žcriture dans les Lais de
Marie de France
Der Aufsatz versteht die Lais der
Marie de France vor dem Hintergrund der Amores Ovids
als einen wohlkomponierten Zyklus weltlicher Legenden, denen die Vorstellung
einer unerhšrten, bedingungslosen und vollkommen symmetrischen, in die SphŠre
des MŠrchenhaften reichenden Liebe gemeinsam ist. Diese unterscheidet sich
damit wesentlich sowohl von der hšfischen Liebesauffassung ChrŽtiens wie von
jener der provenzalischen Lyrik. Mit jedem der Lais scheint sich eine legendŠre
bretonische Vergangenheit zu eršffnen, die von Erinnerung zu Erinnerung
weitergetragen wird, bis Marie ihr in der Schrift eine endgŸltige Dauer
verleiht. TatsŠchlich aber ist die Zeitentiefe der Lais, ihre Versetzung in die
bretonische Vorzeit, eine kunstvolle Fiktion Maries. Erst der letzte Lai, Eliduc, fŸhrt die weltliche Legende in den Raum der christlichen Legende
zurŸck.
> zurŸck zur homepage
> zurŸck zum Gesamtinhaltsverzeichnis