Altertumswissenschaften

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2 Katarina Nebelin Philosophie und Aristokratie Die Autonomisierung der Philosophie von den Vorsokratikern bis Platon HE RMES Klassische Philologie Franz Steiner Verlag 109 Katarina Nebelin Philosophie und Aristokratie HERMESE EinzElScHRift 109 Die Autorin Katarina Nebelin studierte Alte Geschichte, Philosophie und Politikwissenschaft in Greifswald und Dresden. Sie war am Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Universität Münster tätig und ist gegenwärtig wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Alte Geschichte der Universität Rostock. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind die politische Ideengeschichte der Antike sowie die Kulturgeschichte des Politischen, vor allem der athenischen Demokratie und der römischen Republik. 2016 424 Seiten € 66,– 978-3-515-11587-2 e-book 978-3-515-11581-0 kartoniert Katarina Nebelin Philosophie und Aristokratie Die Autonomisierung der Philosophie von den Vorsokratikern bis Platon HERMES – EINZELSCHRIFT 109 Weisheit und „wahre“ Vortrefflichkeit bedingen einander oder sind sogar miteinander identisch. Im antiken Denken war diese Vorstellung weit verbreitet. Aber wie ist sie entstanden? Von wem und in welchem sozialen und diskursiven Kontext ist sie hervorgebracht worden? Katarina Nebelin betrachtet die antike Philosophie als soziale Praxis und intellektuelle Tätigkeit und setzt sie ins Verhältnis zu den sozialen Praktiken und Vortrefflichkeitsvorstellungen der aristokratischen Oberschicht. Beides stand in vielfältigen und komplexen Beziehungen, die von Anfang an geprägt waren von einer „bedingten Unabhängigkeit“ beziehungsweise einer „relativen Autonomie“. Aristokratische Verhaltensweisen und Überzeugungen bildeten den gesellschaftlichen Hintergrund, vor dem sich die antike Philosophie zu einer autonomen Disziplin ausdifferenzierte und institutionalisierte. Dennoch determinierte das aristokratische Moment weder Formen noch Inhalte der Philosophie. Die Studie wirft damit neues Licht auf den Entstehungsprozess der antiken Philosophie, von den Vorsokratikern bis zur „Platonischen Grenzziehung“. Aus dem Inhalt Einleitung | Die Vorsokratiker → Voraussetzungen: Aristokratische Dominanz ohne Herrschaft | Das intellektuelle Feld: Die Anfänge der Ausdifferenzierung | Vorsokratische Elitenvorstellungen: Die Konzeptionierung einer intellektuellen Gegenelite | Die Sophisten → Voraussetzungen: Politische Egalität und distinktive Bildung | Das intellektuelle Feld: Neue Rollen und Techniken | Sophistische Elitenvorstellungen: Zwischen Leistungselite und angeborener Vortrefflichkeit | Ausblick: Die „Platonische Grenzziehung“ | Fazit | Literaturverzeichnis | Register Altphilologie


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