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47 Roman Göbel / Gerhard Müller / Claudia Taszus (Hg.), in Zusammenarbeit mit Thomas Bach, Jens Pahnke, Kathrin Polenz Familienkorrespondenz Februar 1839 bis April 1854 ERNST HAECKEL: AUSGEWÄHLTE BRIEFWECHSEL – BAND 1 Der Jenaer Zoologe Ernst Haeckel zählt zu den bedeutendsten, aber auch umstrittensten Naturwissenschaftlern des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Als begeisterter Anhänger Darwins arbeitete er an der Weiterführung und Popularisierung der Evolutionstheorie und wurde damit zu einer Symbolfigur in den Weltanschauungskämpfen der Zeit. Der erste Band der Familienkorrespondenz eröffnet die historisch-kritische Edition von Haeckels Briefwechsel. Erstmals werden hier sowohl die Briefe Haeckels als auch die Gegenbriefe aus dem engeren Kreis der Familie ungekürzt und kommentiert veröffentlicht. Der Band enthält Briefe aus dem Zeitraum von 1839 bis 1854. Sie geben Aufschluss über das ihn prägende liberal-protestantische Milieu seines Elternhauses, aber auch über seine frühe botanische Sammeltätigkeit, die Haeckel bereits als Gymnasiast auf professionellem Niveau betrieb. Ein besonderer Schwerpunkt der Briefe liegt auf den ausführlichen Mitteilungen aus den ersten drei Würzburger Studiensemestern, die das von Haeckel ungeliebte Studium der Medizin nicht nur anschaulich vergegenwärtigen, sondern auch belegen, dass den akademischen Lehrern Albert Kölliker, Franz Leydig, August Schenk und Rudolf Virchow eine besondere Bedeutung für Haeckels geistige Entwicklung zukam. Die Herausgeber Roman Göbel, (Studium der Wissenschaftsgeschichte und Philosophie), Gerhard Müller (Studium der Geschichte und Germanistik) und Claudia Taszus (Studium der Germanistik und Anglistik) arbeiten seit 2013 als wissenschaftliche Mitarbeiter in dem Akademienprojekt „Ernst Haeckel (1834–1919): Briefedition“. Die Ausgabe Die historisch-kritische Ausgabe „Ernst Haeckel: Ausgewählte Briefwechsel (in 25 Bänden) wird im Auftrag der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften herausgegeben von Thomas Bach. Wissenschaftsgeschichte Über die Brief-edition Ernst Haeckel: Biowissenschaft im 19. Jahrhundert Die außerordentlich umfangreiche Korrespondenz von Ernst Haeckel (1834–1919) ist einer der zentralen Quellenkomplexe für die Geschichte der Biowissenschaften des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Sie dokumentiert in einzigartiger Weise die wissenschaftliche, kulturelle und weltanschauliche Wirkung Haeckels. Das Forschungsprojekt Das Ernst-Haeckel-Haus der Friedrich-Schiller-Universität Jena erarbeitet zusammen mit der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in einem Langzeitprojekt eine Edition der gesamten Korrespondenz des Evolutionsbiologen. Die Edition In einer kritisch kommentierten Edition werden 25 Bände zu wissenschafts- und kulturhistorisch bedeutenden Aspekten der Korrespondenz erscheinen. Ziel des Projekts ist es darüber hinaus, die gesamte überlieferte Korrespondenz Haeckels (Briefe und Gegenbriefe) in digitaler Form verfügbar zu machen. Mit der Edition des Briefwechsels soll neben der biographischen und wissenschaftlichen Einbindung Haeckels seine Bedeutung für die fachliche, soziale und kulturelle Konsolidierung der Naturwissenschaften im europäischen Raum und darüber hinaus greifbar werden.


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