News-Archiv

Ernst Haeckels Briefwechsel

Ernst Haeckel war ein begeisterter Anhänger Darwins und gilt als einer der bedeutendsten, aber auch umstrittensten Naturwissenschaftler seiner Zeit. Seine Korrespondenz gibt in einzigartiger Weise Auskunft über die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte seiner wissenschaftlichen Publikationen, erlaubt die Rekonstruktion seiner familiären, wissenschaftlichen sowie gesellschaftlichen Kontakte und gewährt darüber hinaus detaillierte Einblicke in zeitgeschichtliche Ereignisse und weltgeschichtliche Verwerfungen. Erstmals historisch-kritisch ediert erscheinen >> Ausgewählte Briefwechsel in 25 Bänden.

Der >> zweite Band enthält die Familienkorrespondenz zwischen August 1854 und März 1857 und umfasst damit die zweite Hälfte von Haeckels Studienzeit bis zu seiner Promotion sowie seine ersten größeren Reisen.

Band 1 dokumentiert das ihn prägende liberal-protestantische Milieu seines Elternhauses und seine frühe botanische Sammeltätigkeit in der Familienkorrespondenz von Februar 1839 bis April 1854. Einen besonderen Schwerpunkt bilden die Briefe während seiner Würzburger Studienzeit.

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Geographische Weltbilder im Medienalltag

"Die aktuelle politische Entwicklung in Europa, aber durchaus auch weltweit, wird von traditionellen und rechten Argumenten geprägt, die wenig Raum lassen, den veränderten, mobilen und globalisierten Lebenssituationen gerecht zu werden.", schreibt Doris Wastl-Walter in ihrem Geleitwort zu Annegret Harendts Buch. Die Autorin hinterfragt in diesem, inwieweit die Narrative von "Weltenkennern" wie Klaus Bednarz, Dieter Kronzucker, Jürgen Todenhöfer oder Peter Scholl-Latour, die eine breite mediale Wirkung erzielen und als Experten für bestimmte geographische Räume gelten, noch unseren spätmodernen globalisierten Lebenswelten entsprechen oder ob mit der medialen Vermittlung dieser Weltbilder nicht vielmehr Emotionalitäten und Vorstellungen des Zeitgeistes bedient werden.

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Harendts innovativer Beitrag zu dem jungen Forschungsfeld geographischer Narrationen ist nun in der >> Sozialgeographischen Bibliothek erschienen.

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Imperialismus als Zivilisierung?

Als das Zarenreich im 19. Jahrhundert nach Zentralasien ausgriff, rechtfertigte es diesen Schritt als notwendige Zivilisierungsmaßnahme einer rückständigen Bevölkerung. Ulrich Hofmeister analysiert die Konstruktion des Begründungsmusters – auch im Vergleich zu anderen europäischen Kolonisierungsprozessen –, Maßnahmen zur Umsetzung etwa in Infrastruktur, Medizin und Schulwesen, sowie die zeitgenössische Kritik am zivilisatorischen Konzept.

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Seine tiefgreifende Studie wurde mehrfach preisgekrönt: mit dem Fritz Theodor Epstein-Preis des Verbandes der Osteuropahistorikerinnen und -historiker, dem Doc.Award der Stadt Wien und der Universität Wien sowie dem Grete Mostny-Dissertationspreis der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien. Nun ist der Band in den >> Quellen und Studien zur Geschichte des Östlichen Europa erschienen.

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Verlierer und Aussteiger

Zu Beginn des Jahres widmen wir uns den Erfolglosen: den Unterlegenen im harten Kampf um politische Ämter in der römischen Republik. Mit welchen Strategien wurden Verlierer eingebunden, wie gingen sie selbst mit ihrem Scheitern um? >> Mehr zum Titel

Wir wünschen Ihnen ein erfolgreiches, vor allem aber schönes und erfüllendes neues Jahr und freuen uns auf Ihre Projektideen. Auch wir haben 2019 viel vor: Wir werden unsere >> eLibrary weiter ausbauen, unsere Kunden in Amerika und China werden bald Neuigkeiten aus dem Vertrieb erhalten, und auch gestalterisch wird sich so einiges tun.

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Wissenschaftskulturen

Unsere Wissenschaftsgeschichte stellt sich neu auf: Die >> Wissenschaftskulturen bieten ein umfassendes Forum für Wissenschaftsgeschichte (Teilreihe I), Wissensforschung (Teilreihe II) und die Geschichte der institutionalisierten Wissenschaft (Teilreihe III). Letztere knüpft an unseren Klassiker "Pallas Athene" an und wird diese fortführen.

Den Anfang bei der >> Wissensforschung macht nun Anne Freese mit "Gewalt – Deutung – Selbstoptimierung". Sie untersucht den Wandel des psychischen Traumakonzeptes seit dem Vietnam-Syndrom. >> weiterlesen

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Freies Land für Siedler? Die US-"Free Land Policy"

Die Anziehungskraft der USA für Auswanderer speiste sich im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert zu einem großen Teil aus dem Wunsch nach eigenem Land und der damit verbundenen Chance auf einen gesellschaftlichen Aufstieg. Julius Wilm kann in seiner Studie nicht zur zeigen, dass die Verteilung von Land an Siedler von der Politik meist strikt abgelehnt wurde – die von ihm untersuchten Fälle, in denen tatsächlich Land an Siedler vergeben wurde, scheiterten zudem spektakulär.

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Die >> Transatlantischen Historischen Studien haben ein neues Gesicht: Ein vollständiger Relaunch sorgt für ein ansprechendes, klares Cover-Design.

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Wie archivieren im digitalen Zeitalter?

Vor diesem Dilemma steht, zugespitzt formuliert, die Archivwissenschaft: Während die Bedeutung von Wissen in der Informationsgesellschaft wächst, ist ein großer Teil dieses Wissens vom Verlust bedroht.

Christian Keitel stößt mit diesem Buch einen dringend notwendigen Diskurs an; sein Ziel: alle Disziplinen, die sich mit Erhaltungsfragen beschäftigen, und ihre jeweiligen Methoden zusammenzuführen. In zwölf Kapiteln schlüsselt Keitel aktuelle Fragen auf und entwirft Lösungsansätze: von den Institutionen der Erhaltung, über die Objekte, die es zu erhalten gilt, bis zu den Menschen, deren Aufgabe die Erhaltung ist. Damit setzt der Band wichtige Impulse für eine zukunftsfähige Archivwissenschaft.

>> Zwölf Wege ins Archiv (Auslieferung KW 46)

Aus der Backlist: Für alle, die diese Bände noch nicht im (realen oder digitalen) Bücherregal haben: Hier unsere beiden Klassiker der Archivwissenschaft von Dietmar Schenk.

>> "Aufheben, was nicht vergessen werden darf"

>> Kleine Theorie des Archivs

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Unser Flaggschiff Historia feiert Jubiläum

Mit Katharina Knäppers Studie zur Asylie ist der 250. Band der Historia – Einzelschriften erschienen. Von dem Schweizer Gerold Walser nach dem Zweiten Weltkrieg als wissenschaftliches Versöhnungsprojekt initiiert, gehören Zeitschrift und Reihe heute zu den anerkanntesten altertumswissenschaftlichen Publikationsorten weltweit.

An dieser Stelle unser herzliches Dankeschön an die Herausgeber Kai Brodersen, Mortimer Chambers, Bernhard Linke, Mischa Meier und Walter Scheidel sowie an die zahlreichen Gutachterinnen und Gutachter, die sich für die Historia engagieren. Wir freuen uns auf die nächsten 250 Bände!

Zu den neuesten Einzelschriften auf unserer eLibrary geht es >> hier.

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