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Franz Steiner Verlag
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Wolfgang Kullmann

Naturgesetz in der Vorstellung der Antike, besonders der Stoa

Eine Begriffsuntersuchung

1. Auflage 2010.
189 S.
Leinen
ISBN 978-3-515-09633-1

Kurztext

Die Fokussierung auf die Verwendungsweise des Begriffs des Naturgesetzes bei einzelnen antiken (oder modernen) Autoren auf den unterschiedlichsten Gebieten (Jurisprudenz, Philosophie, Naturwissenschaft, Theologie, Literatur) führte zu Einseitigkeiten, die dieser Band durch einen Ausblick auf die 'historische Tiefe' des Begriffs überwinden hilft.
Sein besonderer Reiz liegt darin, daß seine beiden Bestandteile (Natur und Gesetz) in einer starken Spannung zueinander stehen, die bis auf den heutigen Tag nicht voll aufgelöst erscheint. Während in der klassischen griechischen Philosophie bei Platon und Aristoteles die Welt nicht auf einen intentionalen Schöpfungsakt zurückgeführt wird, entwickelt sich mit der Einführung des Begriffs des Naturgesetzes durch die Stoiker und dessen Übernahme durch christliche Autoren die Vorstellung einer göttlichem Befehl unterliegenden Naturordnung. Deren Infragestellung durch die moderne Naturwissenschaft hat zu einer nicht aufgelösten Unsicherheit über ethische und gesellschaftliche Maßstäbe geführt.

Rezensiert in:

Bardo Maria Gauly, Museum Helveticum 68, 2011/2

Michael Hampe, Gnomon 86, 2014/4

René Brouwer, Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte 130, 2013

Michael Hertig, Revue de philologie 86, 2012/1

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