FSV
Franz Steiner Verlag
ISSN 1861-1478

Herausgegeben von Rüdiger vom Bruch (†) und Ulrich Herbert.

Im Frühjahr 2000 berief der damalige Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Prof. Dr. Ludwig Winnacker, eine Arbeitsgruppe, die in einem ersten Gespräch Wege und Möglichkeiten der Erforschung der Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erkundete. Nach Abschluß des ersten Gesprächs bat der Präsident die Professoren vom Bruch (Berlin) und Herbert (Freiburg) darum, die Leitung des Forschungsprojekts zur Geschichte der DFG zu übernehmen. Auf der Grundlage einer intensiven Archivrecherche wurde ein gestuftes Forschungsprogramm erarbeitet und im Frühjahr 2001 mit einer Gruppe von Experten beraten. Ihm liegen drei Leitlinien zugrunde:

Erstens liegt besonderes Gewicht auf der NS-Herrschaft, ohne jedoch die Zeit der Diktatur zu isolieren. Vielmehr soll die Forschungspolitik der DFG während der NS-Zeit in die längerfristigen Trends von allgemeiner und Forschungspolitik eingeordnet werden. Der Untersuchungszeitraum erstreckt sich von den 1920er bis in die 1970er Jahre.

Zweitens werden die einzelnen von der DFG geförderten Forschungsprojekte nicht in erster Linie im organisations- und verwaltungsgeschichtlichen Sinne untersucht. Das Hauptaugenmerk liegt vielmehr auf den Forschungsaktivitäten selbst, ihrem wissenschafts- und politikgeschichtlichen Kontext sowie ihrer Bedeutung auch im Hinblick auf internationale Forschungstrends und -standards.

Drittens geht es nicht um eine rein disziplingeschichtliche Ausrichtung. Vielmehr sollen fächerübergreifende Entwicklungen herausgearbeitet und exemplarische wissenschaftliche Projekte, Ansätze, Diskurse sowie Biographien untersuchen werden. Eine auch nur annähernde Vollständigkeit der Fächer und Disziplinen ist dabei nicht zu realisieren. Es kommt stattdessen vor allem darauf an, exemplarische Themen und Entwicklungen herauszuarbeiten.

Das Gesamtprojekt organisiert zudem eine Reihe von Symposien zu Einzelthemen, um die Geschichte der DFG-geförderten Projekte in den Kontext der allgemeinen und der fächerbezogenen Wissenschaftsgeschichte einzuordnen.

Die Erträge der Tagungen erscheinen in Sammelbänden in der Reihe Beiträge zur Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft, während in den Studien zur Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft Einzelergebnisse publiziert werden.

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