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Ulrike Kohl

Die Präsidenten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus

Max Planck, Carl Bosch und Albert Vögler zwischen Wissenschaft und Macht

Pallas Athene
Band 5

1. Auflage 2002.
Gebunden

€ 50,00

ISBN 978-3-515-08049-1

Abstract

Dem Physik-Nobelpreisträger Max Planck folgten 1937 der IG-Farben-Manager und Chemie-Nobelpreisträger Carl Bosch und 1941 der Ruhrindustrielle Albert Vögler als Präsidenten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (KWG).
Die differenzierte Darstellung ihres wissenschaftspolitischen Wirkens sowie ihrer widersprüchlichen Haltung zum NS-Staat zeigt auf, wie sie sich – in unterschiedlichem Maße – für die Unabhängigkeit der KWG vor staatlicher Einflußnahme einsetzten, die Indienstnahme der Kaiser-Wilhelm-Institute für die Ziele des NS-Systems aber nicht verhinderten.
Weiterhin wird die Rolle der Generalverwaltung und des Senats sowie die vielfältigen personellen und institutionellen Verbindungen zwischen diesen Führungsgremien der KWG und den Entscheidungsträgern der NS-Wissenschaftspolitik untersucht.

Eine ausführliche Analyse der Quellenlage gibt Hinweise über den Verbleib der archivalischen Überlieferung und die Möglichkeit ihrer Rekonstruktion.

"So ist es ein großes Verdienst dieser soliden und findigen Arbeit, dies interessante und vielfach unbekannte Kapitel der gerade auch in der NS-Zeit wichtigen Forschungsinstitution darzustellen." Historische Zeitschrift

"Der Band ist klar gegliedert, informativ, unprätentiös und dicht geschrieben, dazu vorzüglich durch diverse Schaubilder und Register erschlossen." Informationsmittel für Bibliotheken

"… eine wichtige Grundlage für weitergehende Forschungen…." H-Soz-u-Kult

"Die Stärken des Buches liegen in der Genauigkeit und Ausführlichkeit, mit der Quellenlage, Überlieferungssituation sowie Forschungsstand zu den einzelnen Präsidenten dargestellt werden, wobei auch die Organisationsgeschichte der KWG nicht zu kurz kommt." Archiv und Wirtschaft

"Dieses Buch ist eine wichtige Quelle für Wissenschaftshistoriker, Historiker des Nationalsozialismus und Wissenschaftler, die sich für die Geschichte der deutschen Wissenschaft unter Hitler interessieren." Physik Journal