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Jürgen Stähle, Roger Willemsen (Vorwort)

Vom Übersetzen zum Simultandolmetschen

Handwerk und Kunst des zweitältesten Gewerbes der Welt

1. Auflage 2009.
413 S., 14 s/w Abb.
mit Schutzumschlag, Gebunden
ISBN 978-3-515-09360-6

Kurztext

Übersetzen ist Entscheiden. Simultandolmetschen ist blitzschnelles Entscheiden. Erst beim Übersetzen offenbaren Text und Rede ihre sprachliche Qualität. Und: Nur exzellente Übersetzer können gute Simultandolmetscher sein. Aber wie geht das – gleichzeitig hören und sprechen? Kann der Dolmetscher dabei noch über Inhalte nachdenken? Zumal: Ein guter Simultandolmetscher ist immer einen Satz voraus.

Grimme-Preisträger Jürgen Stähle, Simultandolmetscher für ZDF, ARD und ARTE, führt hier mit großer Kenntnis und Esprit in die Welt des Dolmetschens und Übersetzens ein. Ein aus der Praxis geschriebenes Lesebuch für Studenten und Sprachlehrer, auch für den interessierten Nachwuchs – und für jeden, der einen tieferen Einblick in die Mechanismen von Sprache und Sprechen, vom Übersetzen als Überwindung der Sprachgrenzen gewinnen möchte.

Pressestimmen

"Jürgen Stähle gelingt der akrobatische Spagat, sowohl ein Buch für angehende Dolmetscher geschrieben zu haben, mit vielen praktischen Ratschlägen, wie aber auch ein nachdenkliches Buch über den Umgang mit Sprache. Er setzt sich mit dem Vater der Linguistik Ferdinand de Saussure auseinander, er bemüht Wilhelm von Humboldt, ihn faszinieren die sprachtheoretischen Äußerungen von Umberto Eco ebenso, wie ihn die unverständigen Einlassungen von Ingeborg Bachmann in ihrer Novelle Simultan entsetzen ob ihrer Ferne zur Wirklichkeit des Simultanübersetzens. Ortega y Gasset fesselt ihn mit seiner Abhandlung über Elend und Glanz der Übersetzung, wie er sich produktiv auch mit Harald Weinrich auseinandersetzt. Und dann, ganz jäh, erzählt Stähle plötzlich über die Fallstricke, wie man einen Vortrag über Molkereiprodukte übersetzen bzw. dolmetschen muss, wenn es um 'butter fat' und 'butter oil' geht. Ein ganzes Universum von Realien und sprachästhetischen Überlegungen erschließt sich in seinem temperamentvollen Buch rund ums Übersetzen und Dolmetschen, getränkt durch Jahrzehnte lange Erfahrung mit dem Rohstoff Sprache. Sprache, das spürt der Leser, ist für Stähle ein Kulturgut, das sorgfältig gepflegt werden muss. Auch wenn seine Abhandlung über das zweitälteste Gewerbe der Welt kein sensationsaufgeladenes Enthüllungsbuch über Glanz und Elend des Übersetzerlebens ist, über seine Patzer und gelungenen Streiche, der Leser darf sich auf Überraschungen gefasst machen. Mal ist der Autor ganz ernst, mal macht er sich über viel Blödheit lustig, mal überrascht er durch kecke Wendungen, denen keiner widersprechen kann."
Lerke von Saalfeld
Deutschlandfunk, Büchermarkt, 10.07.2009

"Jürgen Stähle hat einen Meilenstein in der Aufklärung der Öffentlichkeit über das Dolmetschen und das Übersetzen gesetzt und dabei selbst ein Werk geschaffen, dessen sprachkünstlerische Qulität uns, seine Kollegen, mit Bewunderung und Stolz erfüllt."
Vera Cornel, Berliner Rundbrief, Mitgliederzeitschrift des BDÜ Berlin-Brandenburg, Nr. 138, 12.2009

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