Reihe

Arnd Kluge

Die deutsche Porzellanindustrie bis 1914

Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte – Beihefte
Band 250

2020.
438 S., 12 s/w Abb., 21 s/w Tab. 5 Diagr., 7 Karten, Kartoniert

€ 69,00

ISBN 978-3-515-12677-9

Abstract

Hartporzellan wurde 1708 von einer Arbeitsgruppe um Johann Friedrich Böttger in Sachsen erfunden. Die Porzellanindustrie ist ein seltenes Beispiel für den langfristigen Erfolg von Manufakturen. Arnd Kluge analysiert Herkunft und Entwicklung der deutschen Porzellanindustrie von den Anfängen bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 und unterscheidet dabei drei Perioden: die Phase der frühen Manufakturen, die häufig eng an Fürstenhäuser gebunden waren, die Phase eines regionalen Systems aus Privatunternehmen, die 1760 in Thüringen begann, und schließlich die Phase der Industrialisierung seit der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Kluge betrachtet die Porzellanindustrie im Hinblick auf ihre natürlichen Ressourcen, die Produktion, Handel und Konsum, die Technologie, Unternehmer und Arbeiterschaft, Betriebe und ihre Umwelt. Zudem untersucht er die Standortwahl, die Bedeutung der Regionen und die wichtigsten Schritte der Industrialisierung ebenso wie die Rolle der Porzellanindustrie im Globalisierungsprozess. Schließlich fragt er, ob die Entwicklung der deutschen Porzellanindustrie typisch für die Industrialisierung kleiner und mittlerer Unternehmen ist.

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