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Dieter Torkewitz

Das älteste Dokument zur Entstehung der abendländischen Mehrstimmigkeit

Eine Handschrift aus Werden a.d. Ruhr: Das Düsseldorfer Fragment

1. Auflage 1999.

Gebunden
ISBN 978-3-515-07407-0

Kurztext

Das Buch geht den Spuren der Entstehung der Musica enchiriadis nach, der berühmten Musikschrift vom Ende des 9. Jhs. über die Anfänge der europäischen Mehrstimmigkeit.

Die Entstehung der Musica enchiriadis führt nach neuesten Erkenntnissen nicht in den nordfranzösischen Raum (Laon, St. Amand oder Reims), sondern in die ehem. Benediktinerabtei Werden a.d. Ruhr. Das älteste gefundene Dokument der Schrift und eine ihrer gewichtigsten Abschriften sind hier entstanden: das Düsseldorfer Fragment und die Handschrift Bamberg, Var. 1.

In einer akribischen, beinahe "kriminalistischen" Studie zum Düsseldorfer Fragment - hier zum 1. Mal als Farbfaksimile ediert - wird nachgewiesen, daß im Werden des späten 9. und 10. Jhs. nicht nur eine kreative Auseinandersetzung mit dem in der Musica enchiriadis gelehrten Tonsystem stattgefunden hat, sondern daß sich auch die Handschriftenüberlieferung der Schrift paläographisch bis auf Werden zurückverfolgen läßt. Die schon lange bestehende Vermutung einer Autorschaft des um 900 regierenden Werdener Abts Hoger wird dadurch nahezu zur Gewißheit.

"Es gibt in der abendländischen Musikgeschichte keine Schrift, die das Immergültige des auf Musik gerichteten theoretischen Denkens eindringlicher vermittelt als dieser Traktat, der den Beginn der Wissenschaft und Lehre der mehrstimmigen Musik dokumentiert ... Mit philologischer Gründlichkeit und geradezu kriminalistischem Scharfsinn hat Dieter Torkewitz den Zusammenhang der Musica enchiriadis mit der Abtei Werden dahingehend erhellt und erhärtet, daß mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit jene berühmte Abtei als Entstehungsort und der gegen Ende des 9. Jahrhunderts dort wirkende Abt Hoger als der Verfasser oder Initiator des Traktats zu gelten hat. In seiner nun vorliegenden Veröffentlichung hat er den Quellenbefund offengelegt, das Umfeld abgesteckt, die frühest erhaltene Handschrift des Traktats, das "Düsseldorfer Fragment", ediert und als farbiges Faksimile zugänglich gemacht und zugleich den Inhalt, die Aussage und die geschichtliche Bedeutung dieser Musica aufs neue interpretiert." Hans Heinrich Eggebrecht, aus dem Geleitwort zum Buch

"… ein rundum gelungener Beitrag zur Werdener Geschichte, Handschriftenkunde und Musikwissenschaft, dem eine Vielzahl von Interessenten zu wünschen ist. Zugleich konnte mit dem Band eine Lücke in der wissenschaftlichen Erschließung der historischen Altbestände der UuLB geschlossen werden. Ein Ansatz, der möglichst viele Nachahmer finden sollte."
Düsseldorfer Jahrbuch: Beiträge zur Geschichte des Niederrheins

„This is a valuable publication in many ways. The facsimile will be useful to scholars who are interested in the primary sources. Also of value is the discussion of Werden, its importance in the late 9th century.“ Mediaevistik

„L’authorship depuis longtemps controversée du plus important traité de théorie musicale du IXe siècle semble atteindre aujourd’hui une solution définitive avec la solide étude du Professeur Torkewitz. Cette remarquable enquête ouvre des aperçus extrèmement riches sur l’histoire des débuts de la théorie musicale au IXe siècle.“ Michel Huglo in: Scriptorium

„Es handelt sich insofern um einen editorischen Idealfall, nicht zuletzt auch deswegen, weil Torkewitz auch die kaum lesbaren Stellen versucht zu übertragen (sie sind in der Edition entsprechend gekennzeichnet) und überhaupt mit größter Sorgfalt vorgegangen ist.“ Essener Beiträge

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