Titel

Jürgen Schneider (Hrsg.)

Natürliche und politische Grenzen als soziale und wirtschaftliche Herausforderung

Referate der 19. Arbeitstagung der Gesellschaft für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte vom 18. bis 20. April 2001 in Aachen

Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte – Beihefte
Band 166

1. Auflage 2003.
Kartoniert

€ 58,00

ISBN 978-3-515-08254-9

Abstract

Im Mittelalter und in die Neuzeit hinein bezeichnete man Grenzen durch eine Fülle von Begriffen (finis, terminus, marca). Das slawische Wort „granica“ wurde vom Deutschen Orden entlehnt und gelangte seit Anfang des 14. Jahrhunderts nach Schlesien, Böhmen und weiter nach Westen. Im Laufe des 16. Jahrhunderts wurde „grenze“ immer mehr benutzt, nicht zuletzt durch das Einfluss Luthers. Seit dem 18. Jahrhundert unterschied man zwischen Landes- und Privatgrenzen. Die Grenzen des Grundeigentums waren Teil des privaten Rechts, während die Begrenzung der Ortsfluren, der Gerichts- und Verwaltungsbezirke und die des Staatsgebietes dem öffentlichen Recht angehörte.