Titel

Gerd Höschle

Die deutsche Textilindustrie zwischen 1933 und 1939

Staatsinterventionismus und ökonomische Rationalität

Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte – Beihefte
Band 174,1

1. Auflage 2004.
368 S., 11 s/w Abb., 87 s/w Tab. Kartoniert

€ 64,00

ISBN 978-3-515-08531-1

Abstract

Bei der wirtschaftshistorischen Aufarbeitung des Nationalsozialismus wurde die Konsumgüterindustrie bislang vernachlässigt.
Dabei ist gerade die umfassende staatliche Regulierung der Textilindustrie – wichtigster Vertreter dieses Sektors – höchst bedeutsam, da sie dem NS-Regime als wirtschaftspolitisches Experimentierfeld diente. Gleichwohl gelang es einer größeren Anzahl von Textilunternehmen, mit beachtlichem Gewinn zu wirtschaften. Entscheidend hierfür war die positive Reaktion auf ein staatlicherseits installiertes, an den Regimezielen orientiertes Anreizsystem, das eine Umgehung der rigiden Einschränkungen ermöglichte. Die Kehrseite der NS-Textilpolitik war aber eine seit 1937 bestehende qualitative und quantitative Unterversorgung der deutschen Bevölkerung.

"… eine sehr überzeugende und zudem gut lesbare Untersuchung…" H-Soz-u-Kult

"Höschle’s study will be an indispensable resource for scholars who are interested in the economic development of this German manufacturing sector during the Nazi period. Its comparative methodology, large sample section, and wealth of archival material will make this study a standard for further research…" Business History Review

"…füllt Höschle mit seiner Arbeit zur Textilindustrie eine Forschungslücke in der Wirtschaftsgeschichte des Nationalsozialismus und liefert wichtige Erkenntnisse sowohl zu der schwierigen Charakterisierung der Wirtschaftsordnung im Dritten Reich als auch zur Natur des nationalsozialistischen Wirtschaftsaufschwunges in den Dreißigerjahren." sehepunkte

"This is one of the books that remind us that economic history is the ever-vigilant conscience from yesterday that has to be considered today.“ Business History