Titel

Antje Schlottmann

RaumSprache

Ost-West-Differenzen in der Berichterstattung zur deutschen Einheit
Eine sozialgeographische Theorie

Sozialgeographische Bibliothek
Band 4

1. Auflage 2005.
343 S., 3 s/w Abb., 14 s/w Tab. Kartoniert

€ 54,00

ISBN 978-3-515-08700-1

Abstract

Traditionelle Vorstellungen von Raum und Grenzen sind weder überwunden noch verzichtbar – auch wenn die aktuelle humangeographische Theorie sie oftmals totsagt. Denn in der Alltagspraxis sind sie gebräuchlich und funktionell. Um zu einem tieferen Verständnis dieser praktischen Bedeutung von Raumkonzepten zu gelangen, bedarf es allerdings einer systematischen Analyse des alltäglichen „Geographie-Machens“, der sprachlichen Verwendung von Raumbegriffen und ihrer gesellschaftlichen Einbindung.

Anhand der Berichterstattung zur deutschen Einheit erfolgt in diesem Buch eine sukzessive Theorieentwicklung zur Beziehung von Raum, Sprache und Gesellschaft. Im Ergebnis zeigt sich, daß die alltägliche Differenzierung von West und Ost nicht bloß ein „deutsches Phänomen“ ist. Sie verweist auf die allgemeine Problematik, daß selbst beim Entwurf von integrativen Konzepten und grenzüberschreitenden Programmen nicht auf desintegrative und begrenzende Raumbegriffe verzichtet werden kann.

„… Antje Schlottmann’s book offers a welcome broadening of the discursive landscape. The publication is the fourth of currently five volumes publishes in what is proving to be an exciting series in German-speaking Human Geography. … Judging by the standard attained in the volume reviewed, the series is off to a promising start. … [it is] a genuinely intriguing and always path-breaking approach to the nexus between geography, sociology and socio-linguistics.“ Ulf Strohmayer, ACME Journal

„Das vorliegende Werk ist eine sehr ausführliche, sorgfältige und gründliche theoretische Abhandlung über Handeln, Sprache und Raum. […] ‚RaumSprache‘ trifft in den Kern der Geographie. Das Buch plädiert dafür, sich mit deren Grundlagen auseinanderzusetzen. Damit dient es dem Projekt, eine sorgfältigere Praxis wissenschaftlicher Erdbeschreibung zu entwickeln.“ Geographica Helvetica

„… it provides a very effective way to keep the systematic theoretical development grounded in empirical examples.“ Matthew Hannah, ACME Journal