Titel

Joachim Szidat

Usurpator tanti nominis

Kaiser und Usurpator in der Spätantike (337–476 n. Chr.)

Historia – Einzelschriften
Band 210

1. Auflage 2010.
458 S. Gebunden

€ 79,00

ISBN 978-3-515-09636-2

Abstract

Die römische Kaiserzeit kannte kein institutionalisiertes Verfahren, das die Übergabe der Macht an der Spitze des Reiches regelte. Ein Wechsel der Herrschaft führte daher häufig zu Krisensituationen. Joachim Szidat untersucht Kaisererhebungen und Usurpationen in der Spätantike nach 337 bis zum Ende des Kaisertums im Westen 476. Außerdem bezieht er die Zeit der Tetrarchie und die frühbyzantische Epoche bis in die Mitte des 6. Jahrhunderts in seine Darstellung ein.
Ausgehend von der Analyse exemplarischer Einzelfälle arbeitet der Autor die generellen Abläufe bei der Machtübernahme sowie ihre politischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen und Bedingungen heraus. Als entscheidend für die Weitergabe und Sicherung der Herrschaft erscheint dabei die Rolle der sich seit Konstantin bildenden neuen Führungsschicht mit der großen Bedeutung der zivilen Würdenträger. Die Usurpation stellte daher eher ein politisches als ein militärisches Problem dar: Der Prätendent mußte Anerkennung finden.

Rezensionen:

Johannes Wienand, Historische Zeitschrift 297, 2013/1

Stefan Krautschick, Klio 94, 2012/1

Matthew P. Canepa, Bryn Mawr Classical Review 2012.05.34

Rene Pfeilschifter, sehepunkte, 15.11.2011

Michael Sommer, Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 59, 2011/10

Christian Körner, H-Soz-u-Kult, 07.03.2011

Filippo Carlà, Mediterraneo Antico 16, 2013/2