Titel

Tiziana J. Chiusi (Hrsg.), Johanna Filip-Fröschl (Hrsg.), J.Michael Rainer (Hrsg.), Jan Dirk Harke (Bearb.)

Corpus der römischen Rechtsquellen zur antiken Sklaverei (CRRS)

Teil 3.2: Die Rechtspositionen am Sklaven. Ansprüche aus Delikten am Sklaven

Forschungen zur antiken Sklaverei - Beihefte
Band 3.3.2

2013.
XII, 219 S. Gebunden

€ 46,00

ISBN 978-3-515-10144-8

Abstract

Vergleicht man die Regelungen des Zwölftafelgesetzes mit den späteren Gesetzen so lässt sich auf den ersten Blick eine zunehmende Verschlechterung der Sklavenstellung feststellen: Der Sklave scheint in den Augen des römischen Gesetzgebers vom Mitglied des Hausverbands zu einem Arbeitsinstrument herabgesunken zu sein und eine stärkere Geringschätzung erfahren zu haben, die aber dem sozialgeschichtlichen Hintergrund widerspricht.

Dieser Widerspruch ist aufzulösen, indem die Gesetzestexte als Produkte einer sich immer mehr verfeinernden Wissenschaft zu sehen sind, die durch die sorgfältige Unterscheidung Resultate erzielt, die dem antiken oder modernen Nichtjuristen spontan nicht zugänglich sind. Betrachtet man die Quellen unter diesem Blickwinkel, zeigt sich, dass sie nicht Ausdruck einer veränderten Einstellung gegenüber dem Sklaven als Menschen, sondern lediglich Entwicklung eines von vornherein vorgegebenen Grundgedankens sind, nämlich dass ein Sklave Gegenstand im Vermögen seines Eigentümers ist.

Rezensionen

Nemanja Vujčić, Ancient West and East 15, 2016

Keith Bradley, Latomus 74, 2015/4

Richard Gamauf, Tyche 30, 2015

Cosima Möller, Historische Zeitschrift 299, 2014/3

Jean A. Straus, L'Antiquité Classique 83, 2014