Titel

Anja Busch

Die Frauen der theodosianischen Dynastie

Macht und Repräsentation kaiserlicher Frauen im 5. Jahrhundert

Historia – Einzelschriften
Band 237

2015.
256 S., 6 s/w Abb. Gebunden

€ 56,00

ISBN 978-3-515-11044-0

Abstract

Studien zur Rolle der Kaiserinnen der Spätantike konzentrierten sich lange auf einige wenige Einzelfiguren, die aufgrund eines außergewöhnlichen Lebenslaufs oder der Quellenlage besonderes Interesse auf sich zogen wie etwa Galla Placidia. Die spätere Forschung versuchte, die spezifische Rolle der Kaiserinnen innerhalb des spätantiken, christlichen Kaisertums zu bestimmen. Nach wie vor galt das Interesse dieser Studien den prominenteren kaiserlichen Frauenfiguren dieser Zeit.

Auch "Die Frauen der theodosianischen Dynastie" steht in dieser jüngeren Forschungstradition, lenkt die Aufmerksamkeit aber auch auf einige sonst weniger beachtete weibliche Angehörige des sich zunehmend nach Ost und West unterscheidenden römischen Kaisertums. Dabei untersucht Anja Busch zunächst in chronologischer Ordnung die individuellen Rollen der kaiserlichen Frauen basierend auf dem Konzept der "politischen Kommunikation", wobei sich die Einzelstudien jeweils an der erkenntnisleitenden Frage nach Repräsentation und Rezeption von Macht und spätantiker christlicher Herrschaft orientieren. Die so gewonnenen Ergebnisse werden in einem zweiten Teil systematisch analysiert. Damit liegt erstmals eine umfassende Studie zu den kaiserlichen Frauen vor, die im Detail wie konzeptionell über frühere Forschungen zu den Kaiserinnen der theodosianischen Dynastie hinauskommt.

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Rezensionen

"Der Verfasserin ist es fraglos gelungen, ein gut verständliches Handbuch zu „allen“ Frauen der theodosianischen Dynastie zu verfassen, das den Leser in einen wichtigen Teilaspekt des christlich ideologisierten Kaisertums der Spätantike einführt."
Kerstin Sänger-Böhm, Theologische Revue 113, 2017/2

Dieser Band wurde außerdem rezensiert von:

François Chausson, L’Antiquité Classique 85, 2016

Kenneth G. Holum, sehepunkte 16, 2016/9

Ulrich Lambrecht, H-Soz-Kult, 09.11.2015