Titel

Judith Hagen

Die Tränen der Mächtigen und die Macht der Tränen

Eine emotionsgeschichtliche Untersuchung des Weinens in der kaiserzeitlichen Historiographie

Altertumswissenschaftliches Kolloquium
Band 25

2017.
356 S. Kartoniert

€ 59,00

ISBN 978-3-515-11852-1

Abstract

Tränen stellen zweifelsohne eine besonders intensive menschliche Ausdrucksform dar. Aufgrund ihres expressiven Charakters fungieren sie in der Regel als Geste, die – unwillkürlich oder willkürlich ausgeführt – spezifische Emotionen an ein Gegenüber vermittelt. Judith Hagen setzt sich anhand historiographischer Texte mit den vielfältigen Funktionen auseinander, die Tränen in der öffentlichen Kommunikation der römischen Kaiserzeit erfuhren, und geht zugleich auf den literarischen Kontext ein, in dem sie geschildert werden. Auf diese Weise werden Tränen von und vor antiken Machthabern zum Ansatzpunkt, um die kaiserzeitliche Geschichtsschreibung unter einem emotionsgeschichtlichen Blickwinkel neu zu lesen. Hagen kann mit dieser Untersuchung zeigen: Emotionalität hatte in der historischen Wirklichkeit und in der antiken Historiographie eine hohe Bedeutung.

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Rezensionen

"Die vorliegende Arbeit stellt einen willkommenen und erfolgreichen Beitrag zur Erforschung von Ritualen als auch zur Geschichte der Tränen dar."
Martin Hinterberger, Latomus 78, 2019

Dieser Band wurde außerdem rezensiert von:

Charlotte Ottemeier, Mitteilungsblatt des Deutschen Altphilologen-Verbandes 67, 2019/1

Martin Hinterberger, Latomus 78, 2019

Isabelle Künzer, H-Soz-Kult, 12.02.2018

Peter Toohey, Bonner Jahrbücher 217, 2017