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Franz Steiner Verlag
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P. J. Blumenthal

Kaspar Hausers Geschwister

Auf der Suche nach dem wilden Menschen

2., überarbeitete und aktualisierte Auflage 2018.
442 S., 4 s/w Abb., 10 s/w Fotos.
Gebunden
ISBN 978-3-515-11646-6

Kurztext

Was macht den Menschen zum Menschen? Sind wir das Ergebnis unserer Natur, oder macht uns erst das Leben in der Gesellschaft zu dem, was wir sind? Immer wieder gibt es Meldungen von Menschen, die ohne soziale Kontakte überlebt, ja unter Tieren gehaust haben sollen. Kaspar Hauser ist wohl einer der bekanntesten Fälle – aber bei weitem nicht der einzige. P. J. Blumenthal hat zahlreiche spannende und erschütternde Fälle aus den letzten 1500 Jahren zusammengetragen: Von zwei Jungen, die in Hessen im 14. Jahrhundert von Wölfen aufgezogen worden sein sollen, über den Wilden Peter, der im 18. Jahrhundert auf einem Feld bei Hameln entdeckt wurde, bis hin zu Donald Kellogg, der in den 1930er Jahren für einige Monate gemeinsam mit dem Affenbaby Gua aufgezogen wurde. Die Meldungen vom "Affenmädchen" von Uttar Pradesch, das 2017 in Indien aufgegriffen wurde, zeigen: Der "wilde Mensch" bleibt gegenwärtig.

Anhand von weit über einhundert authentischen Fällen beleuchtet Blumenthal nicht nur das Phänomen selbst, sondern ebenso die oft tragischen Geschichten hinter dem Mythos des "wilden Menschen".

Der Autor im Interview

Was fasziniert Sie so am Mythos vom „wilden Menschen“?
Nicht der Mythos vom „wilden Menschen“ treibt mich an, sondern das Erforschen seines wirklichen Zustands. Der Mythos erzählt von einem putzigen Mowgli, der in Freiheit und im Einklang mit der Natur lebt. In Wahrheit ist der wilde Mensch ein Sprachloser, ein Elender, der sich fernab seiner echten Heimat, der menschlichen Kultur, befindet.

Welcher Fall hat Sie am meisten beeindruckt?
Eine schwere Frage. Viele bewegende Schicksale werden im Buch dargestellt. Ich komme dennoch immer wieder auf Marcos zurück, der zwölf Jahre vereinsamt in den Bergen verbracht hat. Wir beide wurden im selben Jahr geboren. Manchmal denke ich: Wären die Umstände meiner Kindheit anders gewesen, wäre ich und nicht er das wilde Kind geworden.

Auch ein Buch für die kurzweilige Nachttischlektüre?
Auf jeden Fall. Man kann es sehr unterschiedlich angehen: Die Geschichten ergänzen sich, können aber auch für sich gelesen werden. Jedes Kapitel, jeder beschriebene Fall führt in eine Welt, die uns Menschen fremd ist. Wenn ich es nicht selbst geschrieben hätte, würde ich es auch gern am Nachttisch haben.

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Rezensionen

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