Preisträger

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Elisabeth Engel erhält Franz Steiner Preis 2015

Wir gratulieren Elisabeth Engel zum Franz Steiner Preis 2015! Mit ihrer herausragenden Studie "Encountering Empire" überzeugte sie die Jury des Deutschen Historischen Instituts (DHI) in Washington DC sowie den Verlag gleichermaßen. Am 28. Mai überreichten Britta Waldschmitt-Nelson, stellvertretende Direktorin des DHI, und Verlagsleiter Thomas Schaber den Preis im Rahmen der Jahrestagung der German Association of American Studies in Bonn. Vor mehr als 500 Gästen betonte Britta Waldschmitt-Nelson in ihrer Laudatio die herausragende Forschungsleistung Engels: Sie habe nicht nur die neuesten theoretischen Ansätze, von den Post-Colonial Studies bis hin zu den Black Atlantic Studies, gekonnt angewandt, sondern auch eine außergewöhnliche Fülle an unterschiedlichen Quellen ausgewertet.

In "Encountering Empire" untersucht Engel das Wirken afro-amerikanischer Missionare, die von der African Methodist Episcopal (AME) Church nach Afrika geschickt wurden. Indem sie die Sichtweise schwarzer Missionare rekonstruiert, etabliert sie eine neue Perspektive auf das koloniale Afrika und bricht mit gängigen Erklärungen über die erfolgreichen Strategien der "black liberation".

Den Bericht des GHI Washington zur Preisverleihung finden Sie hier.


Franz Steiner Preis 2012

Bereits zum vierten Mal konnten wir gemeinsam mit dem Deutschen Historischen Institut in Washington am 17. Oktober 2012 den Franz Steiner Preis für deutsch-amerikanische Studien vergeben. Preisträgerin in diesem Jahr war Frau Anja Schäfers, die für ihre Arbeit "Mehr als Rock 'n' Roll. Der Radiosender AFN bis Mitte der sechziger Jahre" ausgezeichnet wurde. Der Preis wurde im Rahmen des Herbstkonzertes des James-F.-Byrnes Instituts anlässlich des Deutsch-Amerikanischen Freundschaftstages im festlichen Weißen Saal des Stuttgarter Neuen Schlosses überreicht – mit A Musical Fusion over the Atlantic wurde ein weiter musikalischer Bogen gespannt: von Chopin über Schumann, Strauss und Barber bis hin zur Uraufführung "Fusion 14 K" von John Thrower, einer Komposition, die er zur Hochzeit von Julie Stewart schrieb, die das Stück zusammen mit der Pianistin Yu-Wei Ku vortrug.

Der anschließende Empfang bot wieder die Gelegenheit, sich mit der Preisträgerin, Frau Waldschmidt-Nelson vom DHI, oder mit einem der Ehrengäste Konsul Kevin C. Milas oder Admiral John G. Messerschmidt auszutauschen.

Den Bericht des GHI Washington zur Preisverleihung finden Sie hier.

Preisverleihung 2012 – von links nach rechts:
Britta Waldschmidt-Nelson vom German
Historical Institut Washington, Preisträgerin

Anja Schäfers und Verlagsleiter Thomas Schaber.
Photography by James Palik.


Franz Steiner Preis 2010

Zum nunmehr dritten Mal wurde am 13. Oktober 2010 der Franz Steiner Preis für deutsch-amerikanische Studien verliehen. Traditionell erfolgte die Preisübergabe im Rahmen des Festkonzerts anläßlich des German-American Day im Weißen Saal des Neuen Schlosses von Stuttgart. Für eine schwungvolle "Musical Journey Through the Night" sorgten Olivia Trummer (Klavier und Gesang) und Bodek Jahnke (Percussions). Zu Gast war u.a. der Kommandeur des U.S. Africa Command General William E. Ward, begleitet von Mercedes Wild, die als lebender – und sehr humorvoller – Beweis der deutsch-amerikanischen Freundschaft von ihren Erlebnissen als "Kind der Luftbrücke" erzählte.

Die Auszeichnung, die der Verlag gemeinsam mit dem German Historical Institute Washington vergibt, ging in diesem Jahr an Jan Surmann für seine Arbeit "Shoa-Erinnerung und Restitution. Die US-Geschichtspolitik am Ende des 20. Jahrhunderts". Er zeigt, wie gerade während der Präsidentschaft von Bill Clinton die Debatte um Entschädigung der Holocaust-Überlebenden von einer ökonomischen zu einer Frage des Geschichtsverständnisses wurde, die die tagesaktuelle Politik bestimmte.

Den Bericht des GHI Washington zur Preisverleihung finden Sie hier.

Preisverleihung 2010 – von links nach rechts: Olivia Trummer und Bodek Jahnke, General William E. Ward und Mercedes Wild, Marcus Gräser (GHI Washington) mit Jan Surmann und Verlagsleiter Thomas Schaber. Photography by James Palik.


Franz Steiner Preis 2008

Den zweiten Franz Steiner Preis für deutsch-amerikanische Studien erhielt im Jahr 2008 Ulrike Weckel für ihr Manuskript "Beschämende Bilder. Deutsche Reaktionen auf alliierte Dokumentarfilme über befreite Konzentrationslager". Die Jury würdigte damit eine intelligente und stilsichere Arbeit, die sich grundlegend mit der Wirkung von Medien auseinandersetzt.


Franz Steiner Preis 2006

Unser erster Preisträger war im Jahr 2006 Daniel Siemens mit einer Arbeit über "Metropole und Verbrechen. Die Gerichtsreportage in Berlin, Paris und Chicago 1919–1933". Er erhielt die Auszeichnung für eine Untersuchung, die im internationalen Vergleich zeigt, wie sich Vorstellungen von Recht und Unrecht in der öffentlichen Berichterstattung spiegeln – und wie diese wiederum gesellschaftliche Normen prägt.