Dienende Könige
Dienende Könige
Niemand herrscht(e) allein – auch der erste römische Kaiser Augustus nicht. Wie der Prinzeps systematisch Klientelkönige in die kaiserlichen Herrschaftsstrukturen einband, zeigt Jean Coert in diesem Buch. Entgegen der Sicht der etablierten Forschung, die stadtrömische Akteure als Führungselite betrachtet, zeigt die Untersuchung, dass Machthaber aus der Peripherie in die römische Reichselite und den kaiserlichen Machtapparat integriert wurden.
Durch die Analyse der Bindungsverhältnisse der Klientelkönige zu Rom und dem Prinzeps verfolgt der Autor systematisch deren Auswirkungen auf die Reichszentrale, die stadtrömische Elite sowie die Reichsverwaltung. In diesem Zusammenhang diskutiert er, ob diese Veränderungen als bewusste kaiserliche Eingriffe in die Struktur der Reichselite verstanden werden können, welche darauf abzielten, potenzielle Konkurrenten der iulisch-claudischen Kaiser zu schwächen oder gar zu ersetzen. So wird im Verlauf der Arbeit veranschaulicht, dass die neuartige Stellung der Klientelkönige bedeutsam für die Etablierung des jungen Prinzipats war. Damit eröffnet die Studie neue Perspektiven auf die Konstitution des frühen Kaiserreichs, sein Funktionieren sowie die bislang unterschätzte Rolle der Klientelkönige.
| Reihe | Historia – Einzelschriften |
|---|---|
| Band | 283 |
| ISBN | 978-3-515-14337-0 |
| Medientyp | Buch - Gebunden |
| Auflage | 1. |
| Copyrightjahr | 2027 |
| Verlag | Franz Steiner Verlag GmbH |
| Umfang | 497 Seiten |
| Format | 17,0 x 24,0 cm |
| Sprache | Deutsch |