Irene Huber

Rituale der Seuchen- und Schadensabwehr im Vorderen Orient und Griechenland

Formen kollektiver Krisenbewältigung in der Antike
Irene Huber

Rituale der Seuchen- und Schadensabwehr im Vorderen Orient und Griechenland

Formen kollektiver Krisenbewältigung in der Antike

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Verheerende Naturkatastrophen oder Epidemien lassen selbst in unserem aufgeklärten Jahrhundert die Grenzen menschlicher Krisenbewältigung deutlich werden. Der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass auch antike Gesellschaften versuchten, diese ihnen unerklärlichen Phänomene zu deuten.
Gemeinsam durchgeführte Rituale boten den Menschen dabei die Möglichkeit, die drückende Belastung, dem Übel tatenlos gegenüberzustehen, zu vermindern. Damit hatten sie eine stabilisierende Funktion für die Gemeinschaft und vermochten der Bedrohung durchaus rational Sinn zu verleihen.

Die Arbeit stellt einerseits die Ritualtexte zur Abwehr von Seuchen, Hunger, Dürre und als gefährlich empfundenen Übergangszeiten wie Neujahr aus den Kulturen Mesopotamiens, des Hethiterreiches, des Alten Israel und Griechenlands vor. Hierbei wird auch die Beeinflussung der griechischen Praktiken durch die altorientalischen Hochkulturen untersucht. Andererseits wird der sozialgeschichtlichen, psychologischen und medizinhistorischen Dimension des Themas Rechnung getragen.

Die Arbeit nimmt in den Blick, wie sich die Rituale in die antiken Konzepte über die Entstehung von Krankheit und Übel einfügten. Nicht zuletzt soll auch geklärt werden, welchen gesellschaftlichen Stellenwert Rituale als Modi der Krisenabwehr hatten bzw. wie häufig sie tatsächlich durchgeführt wurden.

"Nicht nur das Fachpublikum darf sich über eine ebenso informative wie anregende und unterhaltsame Lektüre freuen."

Orientalistische Literaturzeitung 104, 2009/6

"... Alles in allem handelte es sich um ein aussergewöhnlich nützliches Buch. Der Stil der Darstellung ist klar und jederzeit allgemeinverständlich, was angesichts der Komplexität des Themas als besondere Leistung zu würdigen ist. Die Quellenkenntnis der Autorin ist ernorm, die bis zum Jahr 2000 erschienene Literatur sehr gut erfasst. Das Buch ist ansprechend gestaltet. Das Buch ist ein ausserordentlich gelehrter und höchst wertvoller Beitrag zur Medizingeschichte der Antike."

Gesnerus 64, 2007
Reihe Oriens et Occidens
Band 10
ISBN 978-3-515-08045-3
Medientyp Buch - Gebunden
Auflage 1.
Copyrightjahr 2005
Umfang 287 Seiten
Abbildungen 19 s/w Abb.
Format 17,0 x 24,0 cm
Sprache Deutsch