Inszenierungen von „imperium“ in der mittleren Republik
Inszenierungen von „imperium“ in der mittleren Republik
Welche Rolle spielte die Bürgerarmee in der politischen Kultur zur Zeit der mittleren Republik (264–133 v. Chr.)? Römische Feldherren nutzten in dieser Epoche rasanter militärischer Expansion eine Vielfalt von Medien – von Bühnendichtung und Inschriften bis hin zu Bildwerken und Bauwerken –, um eigene militärische Leistungen zu inszenieren oder die Inszenierungen ihrer Konkurrenten infrage zu stellen. Dabei lebte die politische Kultur ebenso vom strukturellen Konfliktpotenzial wie von der aktiven Rolle des ‚Volks‘, des populus Romanus. Als Soldaten marschierten Bürger bei Triumphzügen mit, als Auftragnehmer und Arbeiter verdienten sie an der Errichtung von Bauwerken aus Kriegsbeute und als Theaterbesucher lachten sie über den miles gloriosus als Verkörperung einer lügenhaften Selbstinszenierung als militärischer Befehlshaber.
Die sechs Fallstudien thematisieren den politischen Diskurs der Komödie, die Vernetzung der Soldaten im Heerlager, den Beginn der Münzprägung als Medium individueller Inszenierung, Bauprojekte als Austauschpraxis zwischen Oberschicht und Volk sowie die retrospektive literarische Reinszenierung der militärischen Expansion und ihrer Auswirkungen in der mittleren Republik.
| ISBN | 978-3-515-14234-2 |
|---|---|
| Media type | Book - Paperback |
| Edition number | 1. |
| Copyright year | 2026 |
| Publisher | Franz Steiner Verlag GmbH |
| Length | 174 pages |
| Illustrations | 1 b/w figs., 1 col. figs. |
| Size | 17.0 x 24.0 cm |
| Language | German |