Titel

Dagmar Hofmann

Suizid in der Spätantike

Seine Bewertung in der lateinischen Literatur

Altertumswissenschaftliches Kolloquium
Band 18

1. Auflage 2007.
250 S. Kartoniert

€ 46,00

ISBN 978-3-515-09139-8

Abstract

Suizid ist ein anthropologisches Phänomen, mit dessen ethischer Bewertung sich die Menschheit in allen Zeiten auseinandersetzte. Die Spätantike gilt im allgemeinen als eine Wendezeit, in der die christliche Ablehnung der Selbsttötung eine gegenüber der klassischen Antike veränderte Haltung hervorbrachte, die besonders deutlich von Aurelius Augustinus (354-430) formuliert wurde. Neben der Einordnung der augustinischen Suizidtheorie in den Kontext ihrer Zeit und der Gegenüberstellung anderer spätantiker Meinungen liegt der Schwerpunkt der Studie vor allem auf der literarischen Darstellung von Suizid: Zahlreiche Suizidschilderungen aus der lateinischen Literatur des 4. und 5. Jhs. werden vorgestellt und veranschaulichen ein überraschend heterogenes Bild, das in weiten Teilen den Vorstellungen der klassischen Antike näher steht, als daß es auf die Stigmatisierung der Selbsttötung im Mittelalter und in der Neuzeit vorausweist.

Rezensionen

"Insgesamt ist die vorgelegte Studie als Standardwerk zum Thema Suizid in der Antike einzuordnen."
Maria H. Dettenhofer, Latomus 74, 2015/4

Dieser Band wurde außerdem rezensiert von:

Mika Kajava, Arctos 46, 2012