Titel

Alexander Reinfeldt

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit?

Akteure und Strategien supranationaler Informationspolitik in der Gründungsphase der europäischen Integration, 1952–1972

Studien zur Geschichte der Europäischen Integration
Band 19

2014.
329 S. Kartoniert

€ 56,00

ISBN 978-3-515-10203-2

Abstract

Der europäische Integrationsprozess seit den frühen 1950er Jahren war ein Elitenprozess, wesentlich geprägt durch das Prinzip der funktionalen Herrschaft unabhängiger Experten. Die Beteiligung einer breiteren Öffentlichkeit war nicht vorgesehen und für das Fortschreiten des Integrationsprozesses zunächst auch nicht entscheidend. Warum also betrieben die ersten supranationalen europäischen Institutionen, die Hohe Behörde der EGKS und die Kommissionen von EWG und EURATOM, seit ihrer Gründung eine gezielte Informationspolitik?

Alexander Reinfeldt geht in einer supranationalen, akteurszentrierten Forschungsperspektive erstmals umfassend der Frage nach den Motiven und Strategien supranationaler Informationspolitik zwischen den frühen 1950er und 1970er Jahren nach und leistet damit einen Beitrag zur Erforschung des Selbstverständnisses und der Bedeutung supranationaler Akteure im europäischen Integrationsprozess. Er macht verständlich, wie es zu der noch heute erkennbaren Distanz zwischen dem Europa der Institutionen und den Bürgern kommen konnte.

Rezensionen

"Alexander Reinfeldts Studie bietet ein fundiertes Grundlagenwerk zum Spannungsverhältnis zwischen „Europa“ und den Medien."
Ariane Brill, H-Soz-Kult, 01.12.2016

Dieser Band wurde außerdem rezensiert von:

Guido Thiemeyer, Francia-Recensio, 2015/2

Katja Seidel, Sehepunkte 15, 2015/10

Jost Dülffer, Historische Zeitschrift 299, 2014/3

Dennis Lichtenstein, Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte 16, 2014

Junge Freiheit, 02.01.2015