Bodenreform von oben?

Ansätze zur Änderung der Grundbesitzverteilung in Preußen vor dem Ersten Weltkrieg

Bodenreform von oben?

Ansätze zur Änderung der Grundbesitzverteilung in Preußen vor dem Ersten Weltkrieg

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Nach dem Deutsch-Französischen Krieg verdecken die Millionen-Reparationen die Folgen der gewaltigen gesellschaftlichen Umgestaltung, die Preußen erfasst hat. Mit Zeitverzug treffen sie auf die Landwirtschaft. Das löst krisenhafte Erscheinungen auf dem vom Großgrundbesitz dominierten platten Land aus. Landflucht, daraus resultierender Arbeitskräftemangel und zunehmende soziale Spannungen verschärfen die Lage. Besitzende und Herrschende sinnen auf Abhilfe. Sie finden zwei Auswege: Wiederherstellung eines kräftigen und lebensfähigen Bauernstandes und Ausstattung der auf dem Land Arbeitenden mit einem Flecken Land als „Bindungsmittel". Die Idee des Rentengutes wird geboren und die Bodenreform scheint auf. Max Weber gibt die Parole aus: Das Land der Masse!

Wolfgang Blöß nimmt die Bestrebungen um die Änderungen der Grundbesitzverteilung in den Blick und zeigt ferner, dass Absicht und Prognosen sich nicht sogleich erfüllten, sondern eine Entwicklung in Gang setzten, die über die Blut- und Bodenpolitik und den Generalplan Ost der Nationalsozialisten schließlich zur Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone und zur Umformung des gesamten ländlichen Raums in diesem Gebiet führte.

Series Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs
Volume 81
ISBN 978-3-8305-5664-0
Media type Book - Hardcover
Edition number 1.
Copyright year 2026
Publisher

Berliner Wissenschafts-Verlag

Ein Imprint der Franz Steiner Verlag GmbH
Maybachstr. 8
70469 Stuttgart

Length 884 pages
Illustrations 4 b/w figs., 2 col. figs., 57 b/w tables
Size 17.0 x 24.0 cm
Language German