Zur Entwicklung der russisch-sowjetischen Landwirtschaft nach dem Übergang zur sozialistischen Planwirtschaft und der Landwirtschaft Russlands nach der Rückkehr zur Markwirtschaft
Zur Entwicklung der russisch-sowjetischen Landwirtschaft nach dem Übergang zur sozialistischen Planwirtschaft und der Landwirtschaft Russlands nach der Rückkehr zur Markwirtschaft
Boris Dawidowitsch Brutzkus (1874–1938) gehörte zu den russischen Agrarökonomen, die überzeugt waren, dass eine Wirtschaft ohne Privateigentum und Marktwirtschaft nicht funktionieren kann. Er forderte, das sozialistische bzw. kommunistische Experiment sofort abzubrechen. Die zentrale Planwirtschaft mit naturaler Güterallokation kann Angebot und Nachfrage nicht effizient ersetzen. 1922 wurde Brutzkus verhaftet und nach Deutschland ausgewiesen.
In verschiedenen Publikationen kritisierte er die sowjetische Agrarpolitik, wovon einige Texte in gekürzter Fassung wiedergegeben werden. Auf Basis von FAO-Daten ab 1961 zeigt sich, dass die sowjetische Landwirtschaft hinter marktwirtschaftlich organisierten Ländern zurückblieb. Gorbatschow, ab 1978 für Landwirtschaft zuständig und später Generalsekretär, erkannte die Probleme, konnte jedoch keine entscheidende Verbesserung erzielen. Erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der Wiedereinführung der Marktwirtschaft stiegen Erträge und Leistungen trotz chaotischer Übergangsphase deutlich. Russland, einst Getreideimporteur, ist heute der größte Weizenexporteur der Welt. Zukünftige Ertragssteigerungen werden vor allem durch Agrar-Holdings erwartet.
| Series | Beiträge zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte |
|---|---|
| Volume | 138 |
| ISBN | 978-3-515-14082-9 |
| Media type | Book - Paperback |
| Edition number | 1. |
| Copyright year | 2025 |
| Publisher | Franz Steiner Verlag GmbH |
| Length | VI, 197 pages |
| Illustrations | 20 col. figs., 26 b/w tables, 4 col. tables |
| Size | 16.0 x 23.5 cm |
| Language | German |