Die Stadt Köln und ihre Heiligen
Anhand der mannigfaltigen Kölner Hagiographie des 10.–12. Jahrhunderts untersucht Lea Raith, wie sich die Stadtgemeinschaft über die Legenden ihrer Heiligen in der (Heils-)Geschichte verortete. Am Beispiel der Thebäischen Legion, der Schar der 11.000 Jungfrauen, der Bischöfe Maternus, Severin, Evergisil, Kunibert, Agilolf und Anno zeigt sie, dass hagiographische Schriften als genuiner Ausdruck zeitgenössischer Vorstellungen von Vergangenheit interpretiert werden können.
Die Geschichten der Heiligen bildeten einen frühen, aber zentralen Baustein in der Formierung einer stadtgeschichtlichen Meistererzählung, wie sie im späteren Mittelalter formvollendet die Selbst- und Fremdwahrnehmung der Stadt Köln letztlich bis auf den heutigen Tag prägt.
„[Das Werk] demonstriert, außerordentlich anschaulich und instruktiv, den unermesslichen Facettenreichtum der Orthodoxie.“
Priester Georgij Safoklov, Der Bote 2025, 2
„[…] die Stärke der Untersuchung liegt in der Zusammenführung der Quellen und Forschungsvoten. Die zukünftige Forschung und auch Studierende werden der Autorin für ihr Buch dankbar sein.“
Timo Bollen, Das Historisch-Politische Buch 73,3–4 (2025)
| Series | Beiträge zur Hagiographie |
|---|---|
| Volume | 29 |
| ISBN | 978-3-515-13733-1 |
| Media type | Book - Paperback |
| Edition number | 1. |
| Copyright year | 2024 |
| Publisher | Franz Steiner Verlag GmbH |
| Length | 292 pages |
| Illustrations | 1 b/w diag. |
| Size | 17.0 x 24.0 cm |
| Language | German |