Porträt
Jan B. Meister ist Professor für Alte Geschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Er hat 2010 an der Universität Basel in Alter Geschichte promoviert und wurde 2018 an der Humboldt-Universität zu Berlin habilitiert. Es folgten Lehrstuhlvertretungen in Tübingen und eine SNF-Eccellenza-Professur an der Universität Bern. Seit 2023 ist er Mitherausgeber der „Historia“ und der „Historia Einzelschriften“.
Meister forscht zu historisch-anthropologischen Themen, insbesondere zur antiken Körper- und Geschlechtergeschichte, zur politischen Kulturgeschichte sowie zur Sozial- und Gesellschaftsgeschichte. Dabei spielt der Einbezug der Rezeptionsgeschichte stets eine wichtige Rolle. Epochal erstrecken sich seine Forschungen auf die griechische Archaik und Klassik, das spätrepublikanische und kaiserzeitliche Rom sowie die Spätantike.
Nebst Monographien zum Körper des römischen Princeps und zum „Adel“ in der griechischen Archaik hat Meister diverse Beiträge zur antiken Körpergeschichte, zu politischen Ritualen, der Symbolik römischer Kleidung, Kommunikation, Gerüchten und Propaganda sowie zum römischen Humor verfasst. Er ist Mitherausgeber von Sammelbänden zu Konkurrenz und Institutionalisierung in der griechischen Archaik, zu antiker Geschlechtergeschichte, vormodernen Herrscherkörpern im globalen Vergleich sowie zur Spätantike als „Rezeptionsepoche“.
Mitgliedschaften
- Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands
- Mommsen-Gesellschaft
- Schweizerische Vereinigung für Altertumswissenschaft / Association Suisse pour l’Etude de l’Antiquité