Porträt
Franziska Weise ist Althistorikerin mit einem besonderen Schwerpunkt auf der epigraphischen Forschung des antiken Griechenlands. Sie studierte Alte Geschichte, Osteuropäische Geschichte und Publizistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und schloss ihr Studium 2013 ab. Im selben Jahr begann Weise ihre Promotion an der Universität zu Köln im Rahmen des DFG-Graduiertenkollegs „Archäologie vormoderner Wirtschaftsräume“, wo sie sich intensiv mit wirtschaftshistorischen Fragestellungen, insbesondere in Bezug auf antike Kulte und ihre Verwaltung innerhalb der Polis, auseinandersetzte.
Seit 2015 ist Franziska Weise wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fach Alte Geschichte an der Universität Hamburg. Dort betreut sie unter anderem die Epigraphische Datenbank zum antiken Kleinasien und arbeitet an der systematischen Erfassung, Auswertung und Digitalisierung antiker Inschriften aus der Region. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Umstellung bestehender Datensätze auf den epigraphischen XML-Standard EpiDoc sowie auf der Zusammenarbeit mit Kolleg*innen aus der Informatik zur Anwendung der Federated Search und des Databasing-on-Demand-Ansatzes.
Ihre Forschungstätigkeit wurde durch diverse Studien- und Forschungsaufenthalte ergänzt, darunter in Athen, auf der Peloponnes und der Insel Kos. Weitere Stationen führten sie an die Akademien der Wissenschaften in Berlin und Wien sowie an die Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik in München.
Franziska Weise verbindet historische Quellenarbeit mit digitalen Methoden und trägt so zur interdisziplinären Erforschung antiker Inschriften bei.
Forschungsschwerpunkte
- Kult und Religion im antiken Griechenland, insbesondere Formen und Funktionen von Heilkulten
- Kultverwaltung in der Polis
- Öffentlichkeit in der athenische Demokratie
- Griechische Epigraphik
- EpiDoc, Federated Search und Databasing-on-Demand
Mitgliedschaften
- VHD - Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands
- Mommsen-Gesellschaft