Nach der Zerstörung
Nach der Zerstörung
Die zerstörte Stadt ist ein Symbol für brutale Kriegsführung und für das Grauen, das Kriege über Menschen bringen. Zugleich zeigen die Bilder von Ruinen Welten, in denen Menschen weiterleben und aus denen sich neue Lebenswelten entwickeln. In den Fallstudien dieses Bandes werden Stadtzerstörungen und der Umgang mit verheerten Städten von der Antike bis ins 20. Jahrhundert thematisiert. Berühmte Ereignisse wie die Vernichtung Korinths 146 v. Chr., die Eroberung der letzten Kreuzfahrerstadt Akkon oder die „Magdeburger Hochzeit“ und die Städtebombardements während der beiden Weltkriege werden ebenso behandelt wie weniger prominente Beispiele aus Mittel- und Südeuropa und dem Mittelmeerraum. Neben dem Ausüben und Erleiden von Gewalt stehen vor allem Versuche im Fokus, die Zerstörungen in einen sinngebenden Deutungsrahmen zu stellen, um aus ihnen Perspektiven für Gegenwart und Zukunft abzuleiten.
Der Blick auf die Wechselwirkungen zwischen Vernichtung und Neunutzung des Stadtraums wie auf soziale Praxis und symbolische Repräsentation erschließt die komplexen temporalen Bezüge, in denen Menschen Städte zerstörten und trotzdem weiter in ihnen existierten.
| Series | Hamburger Studien zu Gesellschaften und Kulturen der Vormoderne |
|---|---|
| Volume | 37 |
| ISBN | 978-3-515-14259-5 |
| Media type | Book - Paperback |
| Edition number | 1. |
| Copyright year | 2026 |
| Publisher | Franz Steiner Verlag GmbH |
| Length | 272 pages |
| Illustrations | 8 b/w figs., 21 col. figs. |
| Size | 17.0 x 24.0 cm |
| Language | German |