Europa ohne Fahrplan?

Anfänge und Entwicklung der gemeinsamen Verkehrspolitik in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (1957-1985)

Europa ohne Fahrplan?

Anfänge und Entwicklung der gemeinsamen Verkehrspolitik in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (1957-1985)

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Die Verkehrspolitik galt lange Zeit als "Stiefkind" der europäischen Integration. Zwar dachten die Vertragsstaaten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft dem Transportwesen 1957 eine vitale Rolle für den Binnenmarkt zu. Dennoch wurden die Vorschläge der Kommission für ein verkehrspolitisches Gesamtkonzept bis in die 1980er Jahre zwischen markt- und gemeinwirtschaftlichen Interessen weitgehend aufgerieben.

Volker Ebert und Phillip-Alexander Harter untersuchen die Anfänge der gemeinsamen europäischen Verkehrspolitik in wirtschaftshistorischer Perspektive. Sie analysieren die politischen Entscheidungsprozesse sowie die unterschiedlichen Traditionen und Konzeptionen der Mitgliedstaaten und verknüpfen sie mit der verkehrswirtschaftlichen Entwicklung. Besondere Beachtung erfährt dabei die Frage, ob und in welchem Umfang der in allen Ländern der EWG zu beobachtende Niedergang des Schienenverkehrs und der gleichzeitige Aufschwung des Straßenverkehrs eine Folge politischer Entscheidungen, möglicherweise Fehlentscheidungen waren.

"All in all, the volume by Volker Ebert and Phillip Alexander Harter 'Europa ohne Fahrplan?' enriches the historical research on European Integration by highlighting a hitherto neglected policy field. It once again reminds us of the fact that European Integration (after World War II) had a long prehistory that shaped the post-war conditions. Last but not least it offers an excellent point of departure from which further studies might explore this fascinating field of European Integration."

Christian Henrich-Franke, Journal of European Integration History 17, 2011/1

"Mit ihrer Studie über die europäische Verkehrspolitik sind die Autoren eines von der DFG an der Universität Bonn geförderten historischen Forschungsprojekts in profunder Weise einem 'weißen Fleck" der europäischen Integrationsgeschichte zu Leibe gerückt. Sie suchen systematisch nach Erklärungen dafür, wieso sich ausgerechnet der Verkehrssektor als infrastrukturelle Grundlage des transnationalen Zusammenwachsens in den ersten drei Jahrzehnten der Europäischen Gemeinschaft den Integrationsbestrebungen weitgehend entziehen konnte. Die Stärke des Buches besteht darin, dass auf Basis beeindruckend breiter Quellenstudien und eines konsequent komparatistischen Ansatzes das blockadeanfällige Miteinander der EG-Mitgliedsstaaten auf dem Feld der Verkrehrspolitik analysiert wird."

Dietmar Klenke, Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte 98, 2011/3
Reihe Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte – Beihefte
Band 211
ISBN 978-3-515-09693-5
Medientyp Buch - Kartoniert
Copyrightjahr 2010
Umfang 278 Seiten
Abbildungen 8 s/w Abb., 4 s/w Tab.
Format 17,0 x 24,0 cm
Sprache Deutsch