Porträt
Ralf Christoph ist ein deutscher Romanist, Philologe und Sprachwissenschaftler. Nach seinem Studium an der Technischen Universität Dresden, in Lissabon, Alicante, Toulouse und Genua durchlief er von 2020–2021 das Referendariat für das Höhere Lehramt an Gymnasien. Die im Anschluss begonnene Promotion in Romanistik Sprachwissenschaft schloss er 2024 mit einer Arbeit über iberoromanische und iberoamerikanischsprachige Handschriften in Deutschland unter Berücksichtigung der weltweit verstreuten Textzeugen des Dresdner Manuskripts Mscr.Dresd.F.53 Norte de Prinzipes de Antonio Pérez bei Maria Lieber ab. Die Dresdner Handschrift wählte er für eine philologische Analyse aus. Bis 2025 absolvierte er das Regionalstudium Lateinamerika mit Schwerpunkt Brasilien im Rahmen seines Promotionsstudiums.
Als Gastdozent war er an der Università di Verona (2024) und der Università di Trento (2025). Im Jahr 2026 absolvierte er einen Forschungs- und Studienaufenthalt an der Université de La Réunion, wo er im Anschluss auch als Gastdozent tätig war. Für seine Habilitation untersucht er den Sprachkontakt zwischen Italien und Frankreich am Beispiel der französischen Übersetzungen von Il Libro del Cortegiano (1528), die in der Epoche von König Franz I. als Handschriften und Drucke entstanden.
Forschungsschwerpunkte
(Digitale) Editionsphilologie
Französisch, Italienisch, Portugiesisch und Spanisch am Sächsischen Hof
Lodovico Antonio Muratori (1672–1750)
Manuskriptforschung und frühneuzeitliche Buchdruckforschung
Okzitanische Diaspora in Italien
Sprach- und Standardisierungsgeschichte der romanischen Sprachen
Sprache, Sprachgebrauch, Sprachkontakte, Sprachpolitik und Sprecher:inneneinstellungen in Diatopen französisch basierter Kreolsprachen mit Fokus auf Créole réunionnais
Varietäten- und Kontaktlinguistik
Mitgliedschaften
Deutscher Lusitanistenverband
Frankoromanistikverband
ITALIENZENTRUM DRESDEN
SIGN - The Network of Italian Scientists in Germany