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Karin Haß

Lucilius und der Beginn der Persönlichkeitsdichtung in Rom

1. Auflage 2007.
260 S.
Kartoniert
ISBN 978-3-515-09021-6

Kurztext

Die Literaturgeschichte ordnet das Werk des römischen Satirikers Lucilius üblicherweise der vorklassischen (republikanischen) Dichtung zu, deren Ende erst in den 80er Jahren u. a. durch die Persönlichkeitsdichtung Catulls markiert wird. Lucilius stellt jedoch – ganz ‚unrepublikanisch‘ – sein Ich, seine Ansichten und Erlebnisse in das Zentrum seines Schaffens und nimmt überdies gesellschaftlich wie literarisch eine provokant-oppositionelle Haltung ein.
Die Analyse der Satirenfragmente zeigt, dass zentrale Aspekte der Persönlichkeitsdichtung Catulls (der Invektivencharakter, die Privatisierung der Themen, die Subjektivierung) bei Lucilius bereits in vergleichbarer Gestalt vorhanden sind. Zudem ergeben sich strukturelle Parallelen hinsichtlich ihrer Poetologie und Lebenseinstellung. Daher ist bereits mit Lucilius – nicht erst mit Catull – der Beginn der Persönlichkeitsdichtung in Rom anzusetzen.

Von der Stiftung „Humanismus Heute“ mit dem Günter-Wöhrle-Preis ausgezeichnet.

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