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Franz Steiner Verlag
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Albrecht Franz

Kooperation statt Klassenkampf?

Zur Bedeutung kooperativer wirtschaftlicher Leitbilder für die Arbeitszeitsenkung in Kaiserreich und Bundesrepublik

2014.
280 S.
Kartoniert
ISBN 978-3-515-10818-8

Kurztext

Warum gestaltete sich die Arbeitszeitsenkung im Kaiserreich äußerst konfliktintensiv und langwierig, während sie in den 1950er und 1960er Jahren rasch und fast völlig konfliktfrei umgesetzt werden konnte? Der Vergleich dieser zentralen Phasen der Arbeitszeitsenkung in Deutschland zeigt, dass dafür keineswegs allein unterschiedliche ökonomische oder politische Bedingungen ausschlaggebend waren. In einer unternehmensgeschichtlichen Perspektive wird vielmehr deutlich, dass Firmenleitungen die "Arbeitszeitfrage" jeweils vollkommen anders bewerteten. Ausschlaggebend dafür waren unterschiedliche Vorstellungen des Unternehmens: Dem Patriarchalismus des Kaiserreichs stand mit der Sozialpartnerschaft in der Bundesrepublik ein stark verändertes Verständnis von Unternehmen und Unternehmern gegenüber. In beiden Fällen handelte es sich jedoch um idealtypische Leitbilder für eine kooperative Organisation von Arbeit. Am Beispiel der Unternehmen Siemens und Bayer arbeitet Albrecht Franz die Bedeutung dieser Kooperations-Ideale für die Arbeitszeitsenkung heraus. Damit markiert diese Studie nicht nur einen Perspektivenwechsel in der Arbeitszeitgeschichte, sondern bricht auch mit dem Konflikt-Narrativ in der Geschichte industrieller Beziehungen.

Die Arbeit wurde 2014 mit dem "Südwestmetall-Förderpreis" für den wissenschaftlichen Nachwuchs ausgezeichnet.

Rezensionen

"Die grundsolide und bestens informierte Untersuchung von Albrecht Franz bietet dem Leser gleich einen vielfachen Mehrwert: Er wird eingeführt in aktuelle unternehmenshistorische Ansätze sowie deren Kritik, ihre Nutzbarmachung für eine differenzierte, vergleichende empirische Analyse wird erläutert und es wird verdeutlicht, dass sich die Geschichte der Arbeitszeitverkürzung nicht nur in Arbeitskämpfen und erbitterten politischen Schlachten vollzog, sondern auch durch eine langwierige Neuordnung der Arbeitszeit im Konsens von Kapital und Arbeit."
Karsten Rudolph, VSWG 102, 2015/2

"wichtiger Beitrag zur Erweiterung der Arbeitergeschichte jenseits rein antagonistischer Lesarten"
Nina Kleinöder, H-Soz-u-Kult, 12.5.2015

Dieser Band wurde außerdem rezensiert von:

Gerhard A. Ritter, Historische Zeitschrift 301, 2015

Christine Aquatias, Francia-Recensio 2015/3

Swen Steinberg, German History 34, 2016/3

Max Reinhardt, Neue Politische Literatur 59, 2014

Uwe Fliegauf, Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz, Online-Rezensionsteil

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