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Franz Steiner Verlag
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Miriam Rieger

Der Teufel im Pfarrhaus

Gespenster, Geisterglaube und Besessenheit im Luthertum der Frühen Neuzeit

2011.
328 S., 15 s/w Abb.
Gebunden
ISBN 978-3-515-09869-4

Kurztext

Berichte von Poltergeistern und Gespenstern waren in der Frühen Neuzeit in protestantischen Gebieten verbreitet. Lutherische Geistliche leisteten als Seelsorger Hilfe und standen den Betroffenen mit Hausbesuchen, Fürbitte und Gesang zur Seite. Zugleich achteten sie darauf, dass keine falschen, als abergläubisch verschrienen Mittel ihren Einsatz fanden. Denn der rechte Umgang mit Gespenstern war für das konfessionelle Selbstverständnis von zentraler Bedeutung: Mit der reformatorischen Absage an das Dogma des Fegefeuers sollten Erscheinungen nicht länger als Arme Seelen wahrgenommen, sondern als Erscheinungen des Teufels gedeutet werden. Erst um 1700 änderte sich das.
Auf der Grundlage von reichem Quellenmaterial untersucht Miriam Rieger markante Fallbeispiele aus dem mitteldeutschen 'Kernland der Reformation' im ausgehenden 17. Jahrhundert und spürt so dem Aufstieg und Fall des lutherisch geprägten Deutungsmusters Gespenst nach.

Rezensionen

"Riegers innovative Untersuchung von Spuk- und Besessenheitsfällen, die übersichtlich gegliedert und argumentativ klar geschrieben ist, öffnet Zugänge zu bislang übersehenen und durchweg relevanten Aspekten der Kultur- und Religionsgeschichte der frühen Neuzeit. Eine gewiss lohnende Lektüre..."
Peter Bräunlein, Zeitschrift für Religionswissenschaft 24, 2016/2

"Riegers Studie ist angenehm lesbar, argumentiert [...] anhand der Quellen und weist deutlich auf offene Fragen in der Forschung hin. Ihr kommt das Verdienst zu, die bislang zu wenig beachteten Formen – und Folgen! – protestantischen Aberglaubens umrissen zu haben und damit weitere, stärker komparistisch angelegt Forschungen ermöglicht zu haben."
Andreas Becker, Das Historisch-Politische Buch 61, 2013/3

"Rieger ist ein kluges und sorgfältig gearbeitetes Buch gelungen, das einen interessanten Blick auf die Entwicklung des Geisterglaubens und der Besessenheit im Luthertum der Frühen Neuzeit erlaubt. Für die Denkanstöße kann man dankbar sein."
Dirk Fleischer, Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 60, 2012/11

Dieser Band wurde außerdem rezensiert von:

Rainer Walz, Zeitschrift für Historische Forschung 41, 2014/2

Michaela Schmölz-Häberlein, Jahrbuch für Regionalgeschichte 32, 2014

Holger Böning, Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte 15, 2013

Wolfgang Brückner, Zeitschrift für Kirchengeschichte 124, 2013/2-3

Diethard Sawicki, Blätter für württembergische Kirchengeschichte 113, 2013

Andreas Straßberger, Theologische Literaturzeitung 138, 2013/7-8

Lena Krull, H-Soz-u-Kult, 14.11.2012

Stefan Michel, Zeitschrift für Thüringische Geschichte 66, 2012

Reiner Braun, Nassauische Annalen 123, 2012

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