FSV
Franz Steiner Verlag
EUR 36,00
Preise jeweils
inklusive MwSt.

Lieferung innerhalb Deutschlands versandkostenfrei.
Lieferung ins Ausland zuzüglich Versandkosten.

Eva-Maria Dickhaut (Bearb.), Daniel Geißler (Bearb.), Birthe zur Nieden (Bearb.), Avraham Siluk (Bearb.), Jörg Witzel (Bearb.)

Katalog der Leichenpredigten und sonstiger Trauerschriften kleinerer Bestände in Rudolstadt

2011.
XVI, 230 S.
Kartoniert
ISBN 978-3-515-10086-1

Kurztext

2008 erschien als Band 45 der Marburger Personalschriften-Forschungen der Katalog der Leichenpredigten und sonstiger Trauerschriften im Thüringischen Staatsarchiv Rudolstadt. Zwei Jahre später wurden in Band 51 die entsprechenden Quellen der dortigen Historischen Bibliothek nachgewiesen. Der vorliegende Katalog enthält 403 Einträge und schließt die Erhebung des Funeralschrifttums in Rudolstadt ab. Allein 310 Einträge beziehen sich auf Leichenpredigten aus der Kirchenbibliothek der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Rudolstadt. Die weiteren Einträge verzeichnen die Trauerschriften-Bestände der Schlossbibliothek im Thüringer Landesmuseum Heidecksburg und des Rudolstädter Stadtarchivs.
Zahlreiche Leichenpredigten finden sich in Sammlungen. So erschließt der Katalog eine Sammlung von 43 Leichenpredigten, die vor allem während einer Pestepidemie in Sangerhausen im Jahr 1565 gehalten wurden. Zusätzlich zu den Predigten findet sich in dieser Sammlung eine Überblickstabelle über die Anzahl der Verstorbenen an den einzelnen Tagen und Wochen der Epidemie, die in kühlen Zahlen das Leid darstellt, das sich in den Predigten manifestiert. Ganze Familien wurden kurz hintereinander beerdigt; auf dem Höhepunkt der Epidemie starben 129 Personen in einer einzigen Woche. Eine der Toten hat innerhalb von zwei Stunden "eilff Paroxismos" erlitten, so stark, "daß das Estrich erschottert, und die Fenster in einer Steinern Mawer erklingen" mussten. Besonders interessant ist die Erwähnung von Wiedergängerfurcht in der Leichenpredigt: Demnach wurde die Verstorbene "durch unnütze Meuler" verdächtig, dass sie eine der Frauen sei, "die im Grabe schmetzete, und umb sich fresse". Die Erfahrung an anderen Orten hätte gezeigt, dass das Sterben solange anhalten würde, "so lange solch Schmetzen weret".

Rezensionen

Benjamin Müsegades, Neues Archiv für sächsische Geschichte 85, 2014

Warenkorb

Ihr Warenkorb ist leer

Ralf Tenberg, Alexandra Bach, Daniel Pittich
Didaktik technischer Berufe
Band 2 – Praxis & Reflexion

...mehr