FSV
Franz Steiner Verlag
Inhaltsverzeichnis Probekapitel
EUR 70,00
Preise jeweils
inklusive MwSt.

Lieferung innerhalb Deutschlands versandkostenfrei.
Lieferung ins Ausland zuzüglich Versandkosten.

Sebastian Freudenberg

Trado atque dono

Die frühmittelalterliche private Grundherrschaft in Ostfranken im Spiegel der Traditionsurkunden der Klöster Lorsch und Fulda (750 bis 900)

2013.
456 S., 101 s/w Abb., 4 s/w Tab.
Kartoniert
ISBN 978-3-515-10471-5

Kurztext

Anders als die kirchliche und königliche Grundherrschaft im Mittelalter gelten weltliche Besitzungen in der Forschung als rückständig und wirtschaftlich ineffizient. Auf der Grundlage von 71 Besitzbeschreibungen aus der urkundlichen Überlieferung der Klöster Lorsch und Fulda zwischen 750 und 900 n. Chr. erarbeitet Sebastian Freudenberg Einblicke in die Organisation privater landwirtschaftlicher Betriebe. Eine vorgelagerte Untersuchung der sprachlichen Eigenheiten der Textverfasser, ihrer gedanklichen Perspektive sowie zentraler Quellenbegriffe zeigt, dass der Besitz privater Grundherrn offenbar grundsätzlich in Herren- und Bauernland aufgeteilt war. Inhaltlich erweisen sich die meisten der bisherigen Vorstellungen zur privaten Grundherrschaft als fragwürdig: Weder die oft angenommene Zersplitterung des privaten Besitzes noch die Vermutung, Bauernstellen habe es vor 800 nur auf königlichen Ländereien gegeben, lassen sich nachweisen. Auch die Deutung so wichtiger Quellenbegriffe wie mancipia und servus muss neu aufgerollt werden. Das bisher unerschütterliche Vorurteil, die privaten Betriebe hätten sich grundsätzlich von königlichen und kirchlichen unterschieden, ist nicht zu halten.

Rezensionen

"[E]ine Pionierarbeit […] Selten dürfte eine Dissertation so herausfordernd für ein ganzes Forschungsfeld gewesen sein und mit einer solchen Fülle neuer Erkenntnisse aufgewartet haben!"
Theo Kölzer, Rheinische Vierteljahrsblätter 80, 2016

"Sebastian Freudenberg hat […] anhand der karolingerzeitlichen Urkunden und Notizen der Klöster Fulda und Lorsch in beeindruckender Weise gezeigt, dass es möglich ist, frühmittelalterliche private Grundherrschaften im Quellenmaterial zu fassen, genau zu untersuchen und dabei zu detaillierten Aussagen […] zu kommen."
Thomas Kohl, Sehepunkte 14, 2014/9

"[This] book should be required reading for anybody working on early medieval chartes and their material provisions."
Sören Kaschke, Early Medieval Europe 25, 2017/1

Dieser Band wurde außerdem rezensiert von:

Jan Ulrich Büttner, Das Mittelalter 21, 2016/2

Christian Vogel, Historische Zeitschrift 301, 2015

Ludolf Kuchenbuch, Francia-Recensio, 2015/2

R.S., Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 71, 2015/1

Benoît-Michel Tock, Le Moyen Âge 121, 2015/3-4

Immo Eberl, Blätter für württembergische Kirchengeschichte 115, 2015

Roman Zehetmayer, MIÖG 122, 2014/2

Werner Rösener, Zeitschrift für Agrargeschichte und Agrarsoziologie 62, 2014/1

Alexis Wilkin, Annales, 2014/4

Warenkorb

Ihr Warenkorb ist leer

Werner Riess (Hrsg.)
Colloquia Attica
Neuere Forschungen zur Archaik, zum athenischen Recht und zur Magie

...mehr

Michael Matheus (Hrsg.)
Reformation in der Region
Personen und Erinnerungsorte

...mehr