Nationalsozialistische Satire und "Deutscher Humor"

Politische Bedeutung und Öffentlichkeit populärer Unterhaltung 1931-1945

Nationalsozialistische Satire und "Deutscher Humor"

Politische Bedeutung und Öffentlichkeit populärer Unterhaltung 1931-1945

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Komik und Nationalsozialismus – diese beiden Begriffe scheinen auf den ersten Blick schwer vereinbar zu sein. Man verbindet mit der Zeit zwischen 1933 und 1945 allenfalls bösartige Satiren des Regimes und heimlich weitergegebene "Flüsterwitze". Gelacht wurde jedoch auch in der NS-Zeit, und in allen Medien – Theater, Buch, Film, Presse und Hörfunk – dominierte eine Form, die die Zeitgenossen den "Deutschen Humor" nannten.

Mit diesem Humor setzten sich die Wünsche des Publikums durch, und er konnte sich durch das Engagement der Publizisten trotz des Widerstands der NS-Propagandisten etablieren. Gleichzeitig passte sich der populäre "Deutsche Humor" aber aufs Beste in die NS-Ideologie ein. Die Analyse seines Erfolges zeigt daher, wie weit verbreitet die Zustimmung zum Nationalsozialismus war und wie engagiert Publizisten im NS-Staat mitarbeiteten.

Mit dieser Untersuchung der zeitgenössischen Diskussion über die Komik und der Produkte des "Deutschen Humors" leistet der Autor einen Beitrag zur Erforschung der Öffentlichkeit in der NS-Diktatur, die mit dem lange vorherrschenden Bild der "Propagandamaschine" keineswegs zutreffend beschrieben ist.

"The author tries to avoid 'theory of whisper jokes' as a form of humour in Germany from 1933 to 1945 and focuses on the use of humour by the Nazis. He comes to the conclusion that – even if national socialist satire totally failed – 'German humour', not as aggressive in his message, became a very good instrument of propaganda. Especially experts in education praised 'German humour' as a good help to teach the national socialist ideology."

Krieg und Literatur / War and Literature XVII, 2011

"Merziger hat mit seinen Forschungen die Quellen populärer Unterhaltung erstmals als Teil einer Geschichte der nationalsozialistischen Gesellschaft beschrieben. Das ist sein großes Verdienst!"

http://www.fachbuchjournal.de/journal/node/73296
Reihe Beiträge zur Kommunikationsgeschichte
Band 23
ISBN 978-3-515-09355-2
Medientyp Buch - Kartoniert
Auflage 1.
Copyrightjahr 2010
Umfang 407 Seiten
Format 17,0 x 24,0 cm
Sprache Deutsch