Philosophie und Aristokratie

Die Autonomisierung der Philosophie von den Vorsokratikern bis Platon

Philosophie und Aristokratie

Die Autonomisierung der Philosophie von den Vorsokratikern bis Platon

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Weisheit und "wahre" Vortrefflichkeit bedingen einander oder sind sogar miteinander identisch. Im antiken Denken war diese Vorstellung weit verbreitet. Aber wie ist sie entstanden? Von wem und in welchem sozialen und diskursiven Kontext ist sie hervorgebracht worden?

Katarina Nebelin betrachtet die antike Philosophie als soziale Praxis und intellektuelle Tätigkeit und setzt sie ins Verhältnis zu den sozialen Praktiken und Vortrefflichkeitsvorstellungen der aristokratischen Oberschicht. Beides stand in vielfältigen und komplexen Beziehungen, die von Anfang an geprägt waren von einer "bedingten Unabhängigkeit" beziehungsweise einer "relativen Autonomie". Aristokratische Verhaltensweisen und Überzeugungen bildeten den gesellschaftlichen Hintergrund, vor dem sich die antike Philosophie zu einer autonomen Disziplin ausdifferenzierte und institutionalisierte. Dennoch determinierte das aristokratische Moment weder Formen noch Inhalte der Philosophie. Die Studie wirft damit neues Licht auf den Entstehungsprozess der antiken Philosophie, von den Vorsokratikern bis zur "Platonischen Grenzziehung".

"Mit ihren äußerst detailliert und überzeugend nachgezeichneten Strukturen des philosophischen Denkens und den von den Philosophen eingenommenen Rollen gibt das Buch einen fundierten Überblick über die griechische Philosophie."

Claudia Horst, Gymnasium 125, 2018/6

"N. ist es gelungen, eine weiterführende Studie zu verfassen, die für einschlägige künftige Forschungen stets zu konsultieren sein wird."

Ivan Jordović, Historische Zeitschrift 307, 2018/2
Reihe Hermes – Einzelschriften
Band 109
ISBN 978-3-515-11581-0
Medientyp Buch - Kartoniert
Auflage 1.
Copyrightjahr 2016
Umfang 424 Seiten
Format 17,0 x 24,0 cm
Sprache Deutsch