Reichsmünzwesen im späten Mittelalter

Teil 1: Das 14. Jahrhundert

Reichsmünzwesen im späten Mittelalter

Teil 1: Das 14. Jahrhundert

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Man könne die Geschichte der Völker und Kulturen nicht verstehen, wenn man deren Geld keine Beachtung schenke, hat Wilhelm Röpke einmal angemerkt. Dieser Einsicht folgend, untersucht Hendrik Mäkeler Geschichte und Bedeutung des Geldes in den deutschen Landen des Spätmittelalters – insbesondere unter verfassungsgeschichtlichen Aspekten. Diese verdeutlichen etwa die Anfänge des Hundertjährigen Krieges und die Königswahl Karls IV., denn in der zunehmend monetarisierten Politik waren Geldzahlungen nun ein bevorzugtes Machtmittel. Aufgrund ihrer enormen Höhe beeinflußten sie maßgeblich die Entwicklung der Geldtheorie und die Organisation der Münzprägung im europäischen Raum. Doch auch den alltäglichen Umgang der Menschen mit geringeren Beträgen nimmt der Autor am Beispiel von Ablaßkollektoren, Kaufleuten, Stadträten und Studenten in den Blick. Die Arbeit schließt damit eine Forschungslücke, die die Geldgeschichtsschreibung für den deutschen Raum im späten Mittelalter aufweist.

"Mäkeler hat eine gut lesbare, breit recherchierte und sorgfältig analysierende Untersuchung über die Rolle des Reichs in der Münzgeschichte des 14. Jh.s., aber auch zur Rolle des Geldes in der Reichspolitik dieser Epoche vorgelegt, die man mit Gewinn liest. Gerade druch die breite Heranziehung der Quellen darf das Buch beanspruchen, ein Standardwerk zu diesem Thema zu sein, das es bisher nicht gab. Die spannende Lektüre ist gerade auch Historikern und Wirtschaftshistorikern zu wünschen."

Hubert Emmerig, Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte 98, 2011/3

"Die Abhandlung von Hendrik Mäkeler ist der lebendige Beweis, dass echte Numismatik nicht langweilig sein muss. Im Gegenteil, wann immer der Mensch im Mittelpunkt steht, wird unsere geldgeschichtliche Vergangeheit unglaublich gegenwärtig. Dieses Buch muss man nicht nur kaufen, sondern auch lesen."

MünzenRevue, 2010/7+8

"Die von Mäkeler vorgelegte Untersuchung bietet insgesamt eine gut lesbare Darstellung der Reichsmünzpolitik im 14. Jahrhundert, die sowohl für Numismatiker, als auch Wirtschaftshistoriker und Historiker allgemein eine bereichernde Lektüre darstellt. Durch die Verknüpfung von Schrift- und Sachquellen in Verbindung mit einer umfassenden Kenntnis der Fachliteratur gelingt es dem Verfasser eindrucksvoll, neue Interpretationen anzubieten und neue Blickwinkel auf einen wesentlichen Aspekt königlich-kaiserlicher Herrschaft zu eröffnen. Die leicht nachvollziehbare Gliederung des umfangreichen Stoffes, die guten Zusammenfassungen am Ende der jeweiligen Kapitel, Diagramme und insgesamt 13 Karten erleichtern auch mit dieser Materie bislang wenig Vertrauten das Studium des Buches. Es ist zu wünschen, dass dieser Band zahlreiche Historiker für die Numismatik und die aus ihr gewonnenen Erkenntnisse begeistern kann und dem Autor eine ebenso gelungene Fortsetzung für das 15. Jahrhundert gelingt."

Thomas Czerner, http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2012-2-146

"Das Buch ist ohne Frage die wichtigste Neuerscheinung der letzten Jahre zum Geld- und Münzwesen des Deutschen Reichs im Spätmittelalter. Es berücksichtigt, was Historiker von Numismatik verstehen und hören wollen und steht selber in der Beherrschung des Handwerkszeugs der Historiker, insbesondere in der Kenntnis der Schriftquellen und Literatur, auf außerordentlich hohem Niveau. In diesem Sinne dürfte es in Historikerkreisen als Werbung für die Numismatik aufgenommen werden. Dem vor allem auf die Münzen fixierten Numismatiker wird viel Ergänzendes aus den Schriftquellen an die Hand gegeben, so dass schon aus diesem Grunde das Buch eine Pflichtlektüre darstellt."

Bernd Kluge, Geldgeschichtliche Nachrichten 255, 2011
Band 209
ISBN 978-3-515-09658-4
Medientyp Buch - Gebunden
Auflage 1.
Copyrightjahr 2010
Verlag Franz Steiner Verlag
Umfang 328 Seiten
Abbildungen 6 s/w Tab., 13 Ktn. + 3 Diagr., + 2 Münztaf.
Format 17,0 x 24,0 cm
Sprache Deutsch