Martin Mulsow


Kurzporträt

Martin Mulsow ist Professor für Wissenskulturen an der Universität Erfurt und Direktor des Forschungszentrums Gotha. Zuvor war er bis 2008 Professor für Geschichte an der Rutgers University, USA. Er hat Philosophie, Germanistik und Geschichte in Tübingen, Berlin und München studiert. 1991 ist er mit einer bei Dieter Henrich verfassten Arbeit über Selbsterhaltung in der Renaissancephilosophie promoviert worden; im Jahr 2000 wurde er habilitiert mit einer Schrift zur radikalen Frühaufklärung in Deutschland.

Die Themen von clandestiner – verbotener – Literatur, Heterodoxie, Aufklärung und Geheimgesellschaften prägten auch seine Forschung der nächsten zwei Jahrzehnte in zahlreichen Monographien, Editionen und herausgegebenen Werken. Zusätzlich hat er sich mit wissensgeschichtlichen und methodologischen Fragen beschäftigt, von Gelehrtenpraktiken bis zu  Konstellationsforschung, von der Theoretisierung prekären Wissens bis zur Einbeziehung materieller Kultur. Auf diese Weise verbindet er Ideengeschichte mit kulturgeschichtlicher Praxeologie. In seinen jüngsten Arbeiten motiviert ihn eine Ausweitung der Ideengeschichte auf globalgeschichtliche Fragestellungen.

Mulsow war Fellow des Instutite for Advanced Study in Princeton (2002/3), des Centers for Theological Inquiry in Princeton (2007/8), des Wissenschaftskollegs zu Berlin (2012/13) und des Netherland‘s Institute for Advanced Study in Amsterdam (2017), dazu Directeur d’Etudes an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales in Paris (2005). Er hat zahlreiche Preise erhalten, unter anderem den Premio internazionale di storia della filosofia Luigi de Franco (1999), den Karl-Jaspers-Förderpreis (2004), den Thüringer Forschungspreis (2013) und den Anna-Krüger-Preis (2014).

Mitgliedschaften

  • Ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften
  • Ordentliches Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

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