Radikaler Pietismus, Alchemie und Freidenkerei 1729–1741
Radikaler Pietismus, Alchemie und Freidenkerei 1729–1741
Während der ersten vier Jahrzehnte des 18. Jahrhunderts war das Territorium der reformierten Grafen von Sayn-Wittgenstein-Berleburg ein Zufluchtsort für radikal gesinnte Religionsmigranten mit unterschiedlichen sozialen, beruflichen und konfessionellen Hintergründen. Der tolerante Graf Casimir gewährte ihnen nicht nur Religionsfreiheit und Steuervergünstigungen, sondern ermöglichte ihnen auch den zensurfreien Druck ihrer Schriften. Allerdings ergaben sich zwischen den religiösen Individualisten vor Ort zwangsläufig Auseinandersetzungen; auch versuchten einige von ihnen, den Landesherrn in ihrem Sinne zu beeinflussen.
Auf der Basis zahlreicher bisher unveröffentlichter Dokumente und Selbstzeugnisse spürt der Band den diversen religiösen Positionen, den intellektuellen und gewerblichen Aktivitäten sowie dem sozialen Miteinander und den Konflikten zwischen den Spiritualisten im Umkreis des Berleburger Hofes nach. Darüber hinaus bietet er eine kommentierte Edition der Aufzeichnungen J. Chr. Senckenbergs zu zwei Reisen nach Berleburg im Jahre 1732.
| Reihe | Gothaer Forschungen zur Frühen Neuzeit |
|---|---|
| Band | 24 |
| ISBN | 978-3-515-12302-0 |
| Medientyp | Buch - Gebunden |
| Auflage | 1. |
| Copyrightjahr | 2026 |
| Verlag | Franz Steiner Verlag GmbH |
| Umfang | 745 Seiten |
| Abbildungen | 5 s/w Abb., 14 farb. Abb., 2 s/w Tab. |
| Format | 17,0 x 24,0 cm |
| Sprache | Deutsch |