1. Auflage 2001.
526 S. Gebunden ISBN 978-3-515-07970-9
Kurztext
In der römischen Kaiserzeit waren privat motivierte Ortswechsel wesentlich häufiger, als es allgemeinhin angenommen wird. Die vorliegende Edition dokumentiert dies durch mehr als 670 Inschriften mit Hinweis auf Personen, die entweder in eine der vier gallischen Provinzen zugewandert sind bzw. innerhalb dieser einen Ortswechsel vorgenommen haben, oder die sich als Abwanderer aus den genannten Gebieten in den angrenzendenProvinzen und Italien nachweisen lassen. Der ausführliche Kommentar zu jeder Inschrift thematisiert nicht nur die Migration und deren Hintergründe, sondern er gibt auch Hinweise auf die berufliche, soziale, familiäre und gesellschaftliche Situation der genannten Personen. Die Übersetzung erleichtert Studierenden den Zugang zu den Inschriften. Die Inschriften sind nach den epigraphischen Publikationen geordnet (u.a.: AE, CIL V, VI, IX-XIV; IG XVI; ILGN; ILTG; RIB). Vier ausführliche Indizes erschließen den Inhalt. Eine umfassende Auswertung hat der Verfasser unter folgendem Titel vorgelegt:
Herausgegeben von Kai Brodersen, Mortimer Chambers, Martin Jehne, François Paschoud und Aloys Winterling.
Ebenso wie die Historia. Zeitschrift für Alte Geschichte widmen sich die Einzelschriften der Erforschung der gesamten Epoche der griechisch-römischen Antike, d.h. der frühen wie der klassischen griechischen Geschichte, der Geschichte des Hellenismus, der Römischen Republik, der römischen Kaiserzeit und der Spätantike. Sie schließen dabei neben den politisch-historischen sowie wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Fragestellungen auch historiographische, religions- wie rechtshistorische, archäologische, numismatische und epigraphische Themen ein – sowie Untersuchungen zur Forschungsgeschichte der Altertumswissenschaften.
Gegründet nach dem Zweiten Weltkrieg von dem deutschen Althistoriker Karl Friedrich Stroheker und dem schweizerischen Althistoriker Gerold Walser, wird die Historia heute von Kai Brodersen, Mortimer Chambers, Martin Jehne, François Paschoud und Aloys Winterling herausgegeben. In den Einzelschriften sind mittlerweile über 200 Monographien erschienen – in englischer, deutscher, französischer und italienischer Sprache.